Autodesk wächst starker als erwartet
KI scheint weitere Effizienzgewinne zu bringen und beschleunigt das Wachstum
Autodesk stellt sich gegen die Disruptionsängste und veröffentlich solides Zahlenwerk. US-Softwareunternehmen wächst stärker als erwartet.
Das US-Softwareunternehmen Autodesk (US0527691069) hat am Freitag nachbörslich das Zahlenwerk für das abgelaufene vierte Quartal 2025 veröffentlicht und konnte dabei die Investoren überzeugen. Autodesk ist primär im Bereich CAD, 3D-Modellierung und Engineering-Software bekannt und ist das US-amerikanische Äquivalent zu Nemetschek (DE0006452907).
Autodesk hat in den letzten Jahren erfolgreich das Geschäftsmodell von reinen Lizenzverkäufen weg zu einem Abo-Modell transformiert. Der Vorteil ist dabei, dass die Kunden monatlich für den Zugriff auf Software und Cloud-Services zahlen und nicht nur eine einmalige Zahlung tätigen. Dadurch entstehen dann wiederkehrende Umsätze, die bislang rund 95 % der Gesamtumsätze bei Autodesk ausmachen.
Das Unternehmen investierte in den letzten Jahren stark in den Bereich Cloud- und Plattformlösungen wie z.B. das Programm Autodesk Construction Cloud, das Projektmanagement, Zusammenarbeit und das Datenmanagement im Bauwesen verbindet. Die Lösungen wurden dann mit KI-gestützen Funktionen ausgestattet. So bietet Autodesk automatische Planoptimierung, Fehlererkennung in Entwürfen oder auch Materialeffizienzvorschläge an.
KI scheint keine Gefahr zu sein
Im Zuge der KI-Disruptionsängste wurde die Aktie von Autodesk in den letzten Monaten stark abgestraft. So korrigierte die Aktie von einem Hoch bei 308 € auf aktuell rund 205 €. Tatsächlich sieht man in den aktuellen Quartalszahlen allerdings keinen negativen Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell. Die Nachfrage hat sich im vierten Quartal sogar beschleunigt und ist um 33 % angestiegen. Der Umsatz im vierten Quartal lag rund 20 % über dem Vorjahreszeitraum und auch beim Gewinn konnte man mit 2,85 US-Dollar den Marktkonsens deutlich schlagen.
Auch der Autodesk-CEO sieht die Marktängste als unbegründet an. Autodesk habe sich seit Jahren auf Cloud und KI-Lösungen vorbereitet und bestens angepasst. Ebenso konnte Autodesk bereits einige Effizienzsteigerungen durch KI-Anwendungen erzielen. Daher möchte man weniger Mitarbeiter pro Projekt einsetzen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man weniger Mitarbeiter benötigen wird, denn man möchte deutlich mehr Projekte in den nächsten Jahren durchführen.
Da die makroökonomischen Gegebenheiten weiterhin unsicher sind, hat man sich dennoch dazu entschieden beim Ausblick möglichst vorsichtig zu sein. Der Ausblick könnte allerdings schnell entsprechend angehoben werden, wenn das erste Halbjahr die erwarteten Erfolge bringt. Weiterhin erwartet man sich im ersten Halbjahr einige interne Störungen durch eine völlige Umstrukturierung des Vertriebes.
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02.03.2026 - Christian Teitscheid

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