als .pdf Datei herunterladen

Alphabet mit Mega-Quartal, Syngenta plant Jumbo-IPO und Microsoft trifft die Erwartungen - BÖRSE TO GO

Sprudelnde Werbeeinnahmen bei Google und YouTube - Alphabet kündigt 50 Mrd. US-Dollar Aktienrückkaufprogramm an

NTG24 - Alphabet mit Mega-Quartal, Syngenta plant Jumbo-IPO und Microsoft trifft die Erwartungen - BÖRSE TO GO

 

Exzerpt: Blowout-Quartal bei Alphabet, dank hohen Werbeeinnahmen bei Google und YouTube. Syngenta konkretisiert seine Börsenpläne und wird zur Gefahr für Bayer. Microsoft liefert wie erwartet ein starkes Quartal ab.

 

Der Handel in Asien entwickelt sich zum Ende hin freundlicher. Zum Beginn litten einige Börsenplätze noch unter Gewinnmitnahmen, doch kurz vor Eröffnung der europäischen Vorbörse liegen die meisten asiatischen Benchmarks über den gestrigen Schlusskursen. Die Futures zeigen sich heute früh nahezu unverändert. Der DAX-Future und der Nasdaq-Future notieren auf dem Niveau der Schlusskurse, während der S&P 500 Future leicht um 0,10 % auf 4.183 Punkte steigen kann. 

Der Dienstag verlief ruhig in Frankfurt. Der MDAX und der TecDAX schlossen beide leicht über den Schlusskursen des Vortages, während der SDAX ein kleines Plus von 0,20 % auf 16.415,38 Punkte erreichen konnte. Die einzige Benchmark mit Verlusten war der DAX, der -0,31 % tiefer aus dem Handel ging bei 15.249,27 Punkten. 

An der Wall Street herrschte gestern Ruhe vor den nachbörslichen Quartalsberichten. Der Dow Jones Industrial Average Index beendete den Tag nahe der Vortagesschlusskurse bei 33.984,93 Punkten, ebenso wie der S&P 500 Index, der bei 4.186,72 Punkten schloss. Der Nasdaq Composite Index gab als einzige wichtige Benchmark nennenswert nach und beendete den Handel mit einem Verlust von -0,34 % bei 14.090,22 Punkten. 

 

Alphabet: 50 Mrd. US-Dollar Aktienrückkaufprogramm

 

Die Zahlen von Alphabet (US02079K3059) für das 1. Quartal fielen ausgesprochen stark aus. Das Werbegeschäft von Google und YouTube lief auf vollen Touren und sorgte bei der Mutter für einen Umsatz von 55,3 Mrd. US-Dollar. Ein Wachstum auf hohem Niveau von 34 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Wall Street hatte im Vorfeld ein starkes Geschäft erwartet, aber die Analysten hatten im Schnitt „nur“ mit einem Umsatz von 51,6 Mrd. US-Dollar gerechnet. Beim Gewinn war die positive Überraschung noch größer. Alphabet legte einen Gewinn nach Steuern von 17,9 Mrd. US-Dollar vor, was einem Wachstum von 162 % entsprach. Die Prognosen hatten sich bei 10,5 Mrd. US-Dollar eingependelt. 

 

Alphabet Inc.

 

Die Kriegskasse bei Alphabet ist prall gefüllt. Zum Quartalsende verfügte der Konzern über 135 Mrd. US-Dollar an Liquidität. Man entschied sich, dass man 50 Mrd. US-Dollar für den Rückkauf eigener Aktien investieren wird. Es ist das erste Aktienrückkaufprogramm seit 2019 und doppelt so groß wie das letzte. Die Aktien von Alphabet hatten im regulären Handel leicht um -0,82 % auf 2.290,98 US-Dollar abgegeben und konnten nachbörslich nach Vorlage der Zahlen um 4,31 % auf 2.389,80 US-Dollar steigen.

 

Microsoft traf die Erwartungen der Wall Street

 

Microsoft (US5949181045) legte ein sehr starkes Quartal vor. Was allerdings auch erwartet worden war und im Aktienkurs vorab verarbeitet wurde. Im Schnitt hatten die Analysten mit einem Umsatz von 41 Mrd. US-Dollar gerechnet, nachdem die Nachfrage nach PCs und der Xbox sehr hoch war, während gleichzeitig das Cloud-Geschäft weiterhin starkes Wachstum erfuhr. Microsoft traf die Erwartung auch und lag mit 41,7 Mrd. US-Dollar aber nur knapp über der durchschnittlichen Schätzung. Da half es auch nichts, dass der bereinigte Gewinn mit 1,95 US-Dollar (+39 %) über den Erwartungen lag, die sich bei 1,77 US-Dollar eingependelt hatten. Die Aktien hatten sich im regulären Handel um 0,16 % auf 261,97 US-Dollar bewegt, sanken aber im nachbörslichen Handel um -2,62 % auf 255,10 US-Dollar.

 

Syngenta bereitet Jumbo-Börsengang vor

 

China beginnt bei Syngenta umzudenken. Der schweizer Agrarchemiekonzern war 2016 vom chinesischen Chemieunternehmen Chemchina für seinerzeit 43 Mrd. US-Dollar gekauft worden. Chemchina gehört dem chinesischen Staat und man entschied damals, dass Börsenlisting einzustellen. Vor dem Hintergrund des Zusammenschlusses von Chemchina und Sinochem (CNE0000011R3) beginnt sich nun eine Rückkehr von Syngenta an die Börse abzuzeichnen. Was durchaus Konsequenzen hat, insbesondere für den Bayer-Konzern (DE000BAY0017). 

Im direkten Vergleich ist das Agrarchemiegeschäft von Syngenta größer als das von Bayer. Der Konzern erzielte in 2020 einen Umsatz von 19,1 Mrd. Euro. Entsprechend groß wird auch die Marktkapitalisierung ausfallen, wenn man sich neu listen lassen wird. Bayer bekäme damit einen direkten Konkurrenten, gegen den man sich am Kapitalmarkt vergleichen lassen muss. Und diesen Vergleich wird Syngenta im Zweifel gewinnen, da man nicht die Altlasten herumschleppt, die Bayer immer noch nach unten ziehen. Ersten Schätzungen zufolge wird Syngenta eine Marktkapitalisierung von rund 60 Mrd. US-Dollar erreichen und läge damit auf Augenhöhe mit Bayer.

 

Tagestermine

 

Heute stehen neben den Quartalszahlen auch die großen Notenbanken im Mittelpunkt. In Europa wird EZB-Präsidentin Lagarde um 16:00 Uhr ihre Rede beginnen. Die Anleger werden nach Anhaltspunkten Ausschau halten, ob die EZB ihr Engagement bei den Anleihekäufen zurückfahren will. 

Der wichtigste Termin des Tages ist jedoch die FED-Sitzung am Abend. Wir erwarten um 20:00 Uhr die Entscheidung des Offenmarktausschusses und um 20:30 auf die virtuelle Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der FED Jerome Powell. 

 

28.04.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)