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Dollar-Zinssenkung rückt in weite Ferne, Deutsche Bank mit neuem Rekord und SAP enttäuscht - BÖRSE TO GO

Die Federal Reserve bleibt konservativ - nächster Zinsschritt erst im Juni erwartet

NTG24 - Dollar-Zinssenkung rückt in weite Ferne, Deutsche Bank mit neuem Rekord und SAP enttäuscht - BÖRSE TO GO

 

Eine Zinssenkung im Dollar beginnt in weite Ferne zu rücken. Die Federal Reserve beließ den Dollar-Leitzins unverändert bei 3,75 % und die Börse erwartet erst im Juni einen weiteren Zinsschritt. Die Deutsche Bank präsentiert einen Rekordgewinn, nachdem der Handel sehr stark abgeschnitten hat. Die Aktionäre werden am Erfolg beteiligt mit einer Dividendenerhöhung und einem neuen Aktienrückkaufprogramm. SAP ist ein Dollar-Verlierer. Das Wachstum der Cloud-Umsätze blieb im 4. Quartal unter den Erwartungen, nachdem der Dollar erheblich abgewertet hatte. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Aktienhandel in Asien nahm die Vorgaben aus den USA am Donnerstagmorgen überwiegend freundlich auf. Der Nikkei 225 Index konnte sich leicht um 0,12 % auf 53.424,50 Punkte verbessern und der KOSPI setzte seine Rallye mit einem Anstieg um 0,98 % auf 5.221,25 Punkte fort. 

Frankfurt pendelte vor der Fed-Sitzung noch um die Schlusskurse vom Dienstag herum. Am besten hielt sich der TecDAX, der um 0,29 % auf 3.723,54 Punkte stieg. Zur Schwäche neigte hingegen erneut der DAX, der leicht um -0,29 % auf 24.822,79 Punkte nachgab, was insbesondere an den Verlusten bei SAP (DE0007164600) lag, die vor den Zahlen um -3,48 % auf 189,32 Euro abgaben und als Schwergewicht auf den Index drückten. 

Ratlosigkeit herrschte in New York nach der Fed-Sitzung. Alle US-Benchmarks schlossen unter ihren Tageshöchstständen, und nur der Nasdaq 100 Index konnte eine nennenswerte Bewegung um 0,32 % auf 26.022,79 Punkte vor den Berichten der drei Big Techs erreichen. Der S&P 500 Index schaffte es dagegen nicht, über 7.000 Punkten zu schließen, sondern schloss nahezu unverändert, ebenso wie der Dow Jones Industrial Average Index. 

 

Dollar-Zinssenkungen rücken in weite Ferne

 

Die Federal Reserve entschied am Mittwochabend wie erwartet. Man beließ den Dollar-Leitzins unverändert bei 3,50 % bis 3,75 %. Das Abstimmungsverhalten war erneut nicht einstimmig, aber der Dissens war weniger stark ausgeprägt als auf den letzten beiden Sitzungen. Die Fed-Mitglieder stimmten 10 zu 2 für einen unveränderten Zinssatz. Die Begründung verwies im Wesentlichen auf eine leichte Abkühlung der Inflation, während sich der US-Arbeitsmarkt in den Augen der Notenbanker zu stabilisieren beginnt. Für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte stimmten die Gouverneure Stephan Miran und Christopher Waller. Waller zählt zu dem kleinen Kreis von vier Kandidaten, die sich um das Amt des Fed-Vorsitzenden bewerben. Die Nicht-Entscheidung der Fed half dem Außenwert des Dollars nicht auf die Beine. Gold und Silber kletterten parallel dazu auf neue Rekordniveaus. 

 

Rekordgewinn bei der Deutschen Bank

 

Die Börse hatte hohe Erwartungen an die Deutsche Bank (DE0005140008), und die Frankfurter schlugen fast alle Prognosen. Der Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter sprang im 4. Quartal von 106 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf nun 1,3 Mrd. Euro, nachdem vor allem der Handel mit Devisen und Anleihen sehr erfolgreich war. Der Ertrag stieg insgesamt um 6 % auf 7,7 Mrd. Euro (Konsens: 7,6 Mrd. Euro), womit die Deutsche Bank auf Augenhöhe mit den Konkurrenten von der Wall Street lag. Sehr erfreulich ist, dass die Rückstellungen für faule Kredite auf einem niedrigen Niveau blieben und auch im Rahmen der Erwartungen. Finanzvorstand James von Moltke bleibt für 2026 optimistisch und signalisiert Gesamterträge im Umfang von 33 Mrd. Euro. Die Aktionäre beteiligt man am Erfolg mit einer Ausschüttungsquote von 50 %, die sich auf eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,68 Euro) und ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von 1 Mrd. Euro verteilt. 

 

 

SAP ist ein Dollar-Verlierer

 

SAP hat sich vollständig dem Cloud-Geschäft verschrieben, doch der Auftragseingang im 4. Quartal entwickelte sich nicht so stark wie erhofft. Der Auftragsbestand sank somit auf ein Niveau, das CEO Christian Klein zuvor als eine „Enttäuschung“ bezeichnete, wenn SAP darauf zurückfallen würde. Der Cloud-Auftragsbestand, der die Umsätze für die kommenden 12 Monate signalisiert, wuchs nur um 16 % im 4. Quartal auf 21,1 Mrd. Euro. Man muss allerdings betonen, dass SAP auch erheblich unter den Wechselkursveränderungen gelitten hat. Man ist insbesondere ein Dollar-Verlierer. Währungsbereinigt wäre der Cloud-Auftragsbestand um 25 % gestiegen. Klein hatte jedoch auch für diese Kennzahl ein höheres Ziel von 26 % Wachstum angekündigt. Für 2026 kündigte Klein einen Cloud-Umsatz von 25,8 bis 26,2 Mrd. Euro an, was im Kern die Erwartungen der Börse traf. Um die eigenen Aktien zu stützen, hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 10 Mrd. Euro angekündigt. Die Laufzeit beträgt allerdings zwei Jahre. 

 

Tagestermine

 

Am Donnerstag steht um 16:00 Uhr der Auftragseingang der amerikanischen Industrie für den Monat November im Mittelpunkt. Erwartet wird ein Anstieg um 1,7 % im Vergleich zum Vormonat. 

 

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29.01.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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