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Uniper knickt ein, Daimler Truck verlagert Produktion und Implenia mit starkem Geschäft - BÖRSE TO GO

Uniper steht mit dem Rücken zur Wand - die Jahresprognose wurde kassiert und Staatshilfe beantragt

NTG24 - Uniper knickt ein, Daimler Truck verlagert Produktion und Implenia mit starkem Geschäft - BÖRSE TO GO

 

Uniper knickt ein. Der Versorger zieht die Jahresprognose zurück und sucht finanzielle Hilfe von der Bundesregierung. Daimler Truck will die Kosten bis 2030 um 100 Mio. Euro jährlich senken. Ein Teil der Busproduktion wird dazu ins Ausland verlagert. Implenia weist ein starkes Geschäft aus. Das operative Ergebnis hat sich im 1. Halbjahr mindestens verdoppelt im Jahresvergleich. 

Der Handel in Asien entwickelt sich heute früh schwach. Alle Benchmarks in der Region geben deutlich ab. Einzig und allein der chinesische Handel profitiert von starken Wirtschaftsdaten. Die Schwäche des asiatischen Handels überträgt sich auch auf den Terminmarkt, der im Vorfeld der Eröffnung der europäischen Vorbörse einheitlich im Minus notiert. Der DAX-Future wird bei 12.873 Punkten (-0,92 %) gesehen. 

Die Bären setzten sich am Mittwoch in Frankfurt durch und schickten alle Benchmarks tief ins Minus. Am härtesten traf es den MDAX, der um -2,72 % auf 26.380,85 Punkte abrutschte, dicht gefolgt vom SDAX, der um -2,43 % auf 12.075,58 Punkte fiel. Der DAX gab -1,73 % auf 13.003,35 Punkte ab und der TecDAX konnte die Verluste auf -1,45 % begrenzen und schloss bei 2.907,82 Punkten. 

Die Wall Street schwankte hingegen um die Schlusskurse vom Dienstag herum. Am Ende konnte nur der Dow Jones Industrial Average Index ein Plus erreichen und schloss bei 31.029,31 Punkten (+0,27 %). Der Nasdaq Composite Index beendete den Handel bei 11.177,89 Punkten (-0,03 %) und der S&P 500 Index sank leicht um -0,07 % auf 3.818,83 Punkte. 

 

Uniper knickt ein

 

Nachbörslich warnte Uniper (DE000UNSE018) und bittet den Staat um Hilfe. Die Ergebnisprognose für 2022 musste man gestern Abend zurückziehen, nachdem das bereinigte EBIT und der bereinigte Jahresüberschuss für das 1. Halbjahr „signifikant“ unter dem Niveau der Vorjahresperiode blieben. Uniper schiebt die Verfehlung auf die verringerten Gaslieferungen aus Russland, die seit dem 16. Juni nur noch 40 % der vertraglich vereinbarten Mengen betragen. Uniper musste die Lücke mit Zukäufen aus anderen Quellen füllen, was nur zu deutlich höheren Preisen möglich war. Das Unternehmen kann die Preise jedoch nicht an die Kunden weitergeben. Dies ist erst möglich, wenn die Bundesnetzagentur eine Gasmangellage feststellt und bekannt gibt. Um eine Insolvenz zu vermelden, ist Uniper in Gespräche mit der Bundesregierung gegangen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Aktien rutschten im nachbörslichen Handel auf 15,25 Euro ab.

 

Uniper SE

 

Daimler Truck verlagert Produktion ins Ausland

 

Um Kosten zu senken und profitabler zu werden, wird Daimler Truck (DE000DTR0CK8) einen Teil der Busproduktion ins Ausland verlagern. Als letzter Hersteller, der noch Busse in Deutschland produziert, ist Daimler Truck derzeit noch an zwei Standorten vertreten. Zum einen in Mannheim und zum anderen in Neu-Ulm. Beide Standorte will man nach offiziellen Aussagen erhalten, aber nichtsdestotrotz steht fest, dass ein Teil der Produktion ins Ausland verlagert werden wird. Daimler Truck hat vorgegeben, dass bis 2030 jährlich 100 Mio. Euro eingespart werden müssen. Gewinner der Verlagerung dürfte Tschechien sein, wo die Produktion hin verlagert werden soll. In Mannheim sollen mittelfristig 1.000 Stellen und in Neu-Ulm rund 500 Stellen gestrichen werden.

 

Implenia mit starkem Geschäft

 

Der schweizer Bau- und Immobiliendienstleister Implenia (CH0023868554) schnitt im 1. Halbjahr besser als erwartet ab. Auf Basis der vorläufigen Daten konnte man das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten auf mindestens 80 Mio. Franken steigern, was mindestens eine Verdoppelung im Vergleich zur Vorjahresperiode ist. Die erwartete Profitabilität für das Gesamtjahr wird damit voraussichtlich ohne Probleme erreicht werden. Und anderem wird das Ergebnis durch die Neubewertung der eigenen Grundstücke des Betriebs gesteigert. Den vollständigen Bericht will das Unternehmen am 17. August vorlegen.

 

Tagestermine

 

Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für den Monat Juni sind deutlich besser als erwartet ausgefallen. Der Gesamtindex sprang von nur 48,4 Punkten auf 54,1 Punkte. Auch der Dienstleistungsindex sprang von 47,8 Punkten auf 54,7 Punkte. Der Index des verarbeitenden Gewerbes verbesserte sich von 49,6 Punkten auf 50,2 Punkte. 

 

30.06.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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