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BÖRSE TO GO - Credit Suisse, Grammer und Lilium

Lilium kündigt Börsengang via SPAC an der NASDAQ an - Aufholjagd hat begonnen

 

Der Handel in Asien leidet heute unter Abgaben, trotz ausgezeichneter Wirtschaftsdaten aus China. Positiv setzt sich dagegen Australien ab. Die Börse in Sidney kann sich heute sehr stark entwickeln. Die Futures präsentieren sich im frühen Handel sehr verhalten. Vor Eröffnung der europäischen Vorbörse liegt der DAX-Future mit -0,08 % leicht im Minus bei 14.984 Punkten. Der S&P 500 Future ist unverändert bei 3.947 Punkten und der Nasdaq-Future wird bei 12.874 Punkten gesehen. 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Frankfurt feierte am Dienstag das neue Allzeithoch beim DAX. Der Blue Chip Index konnte zum ersten Mal in seiner Geschichte über die Marke von 15.000 Punkten steigen und schloss am Ende 1,29 % höher bei 15.008,61 Punkten. Auch der SDAX entwickelte sich sehr stark. Der Index der Small Caps stieg um 1,38 % auf 15.502,82 Punkte. Der MDAX verbesserte sich um 0,85 % auf 31.727,97 Punkte. Einzig und allein der TecDAX gab ab und sank um -0,11 % auf 3.364,94 Punkte. 

Im Vorfeld der Feiertage entwickelte sich der Handel in New York sehr ruhig. Alle wichtigen Benchmarks gaben leicht ab, wobei der Nasdaq Composite Index mit einem Minus von -0,11 % auf 13.045,39 Punkte noch am besten wegkam. Der Dow Jones Industrial Average Index sank um -0,31 % auf 33.066,96 Punkte und der S&P 500 Index gab um -0,32 % auf 3.958,55 Punkte nach. 

 

Credit Suisse droht Herabstufung

 

Standard & Poor’s hat sich in die Archegos Pleite eingeschaltet und untersucht die Bonität der Credit Suisse (CH0012138530). Die schweizer Großbank zählt mit Goldman Sachs (US38141G1040), Morgan Stanley (US6174464486), Nomura (JP3762600009) und Wells Fargo (US9497461015) zu den zahlreichen Banken, die mit dem Hedgefonds von Bill Hwang Geschäfte gemacht hat. Während Goldman Sachs und Wells Fargo nach eigenen Angaben ohne materielle Schäden aus dem Debakel gekommen sind, hatten die Japaner bereits am Montag bekannt gegeben, dass der Verlust voraussichtlich 2 Mrd. US-Dollar betragen wird. Auch die Credit Suisse warnte am Montag, nannte aber keinen Schadensumfang. 

 

Credit Suisse Group AG

 

Gerüchten zufolge soll sich der Verlust in Zürich auf 4 Mrd. US-Dollar auftürmen. Das würde einem gesamten Jahresergebnis entsprechen und ein weiteres Mal offenlegen, dass die Credit Suisse, die in New York inzwischen scherzhaft Debit Suisse genannt wird, das Risikomanagement im eigenen Haus nicht im Griff hat. Die Ratingagentur S&P hat daher dem Rating von Credit Suisse einen negativen Ausblick verpasst und untersucht nun in den kommenden Wochen, ob die Bonität herabgestuft wird. Nachdem die Aktien schon zweistellige Verluste erlitten haben, bedeutet das zusätzlichen Druck für die Anleihen der Bank.

 

Grammer wächst im 1. Quartal

 

Im Vorfeld der Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2020 gibt Grammer (DE0005895403) die vorläufigen Zahlen für das 1. Quartal bekannt. Das Unternehmen erwartet für die ersten drei Monate einen Umsatz von rund 490 Mio. Euro, was 8 % über dem Niveau des Vorjahres liegen würde. Grammer betonte, dass das Wachstum sowohl aus Europa als auch aus den asiatischen Absatzmärkten stammt. Beim EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) erwartet man eine Rückkehr in die Gewinnzone. Nach einem Verlust von -2,1 Mio. Euro wird nun mit einem Gewinn von 22 Mio. Euro gerechnet.  

 

Lilium veröffentlicht Börsenpläne

 

Das Start-up Lilium überraschte die Beobachter mit konkreten Börsenplänen. Das deutsche Unternehmen hat sich entschlossen via SPAC (Special Purpose Acquisition Company) in New York an die Börse zu gehen. Der Börsenmantel ist die Qell Acquisition (KYG7307X1051) vom ehemaligen General Motors Manager Barry Engle. Lilium strebt eine Bewertung des fusionierten Unternehmens von 3,3 Mrd. US-Dollar an, was einer Verdreifachung der jüngsten Bewertung entsprechen würde. Obendrein kündigte Lilium an, dass man neben dem bekannten Fünfsitzer auch noch an einem Siebensitzer arbeitet, womit man sich deutlich von der amerikanischen Konkurrenz absetzt, die auf kleinere Maschinen setzt. 

 

Tagestermine

 

China legte heute früh starke Einkaufsmanagerindizes für den Monat März vor. Der Gesamtindex sprang sehr stark von 51,6 Punkten auf 55,3 Punkte. Ausgelöst wurde der Sprung durch den Dienstleistungssektor, dessen Einkaufsmanagerindex innerhalb eines Monats von 51,4 auf 56,3 Punkte kletterte. Auch das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich von 50,6 Punkten im Februar auf nun 51,9 Punkte. 

Um 09:55 Uhr bekommen wir aus Deutschland die monatlichen Arbeitsmarktdaten für März. Bei der Arbeitslosenquote wird ein unveränderter Stand von 6,0 % erwartet. Die Zahl der Arbeitslosen soll leicht um 3.000 gefallen sein. 

 

31.03.2021 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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