Xiaomi plant eigene Halbleiterfertigung – Nvidia drohen Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe
Xiaomi tut es Konkurrenten Apple gleich und investiert in eigene Prozessoren-Entwicklung
Xiaomi investiert eine Milliardensumme in die Entwicklung von eigenen Chips. Chinesische Unternehmen fokussieren Anstrengungen sich unabhängiger von US-amerikanischen Unternehmen zu machen. Nvidia droht ein Milliardenausfall.
Aufgrund des weiterhin aktiven Handelsstreits zwischen den USA und China möchte die chinesische Regierung die Entwicklung von heimischen Technologien weiter vorantreiben. Damit antwortet Peking auf die Restriktionen der US-Regierung, die das Ziel verfolgen den Konkurrenten den Zugang zu modernen Halbleitern zu erschweren. Die USA begründet dies mit der Wahrung der nationalen Sicherheit.
Nun plant auch das chinesischen Elektronikunternehmen Xiaomi den Aufbau einer Halbleiterfertigung im Heimatland. Hierfür möchte Xiaomi (KYG9830T1067) in den kommenden 10 Jahren eine Gesamtsumme von 6,9 Milliarden US-Dollar in das eigene Chipdesign investieren. Das Vorhaben läuft über die Investitionsoffensive, die bereits in diesem Jahr beginnen soll. Hierfür möchte Xiaomi ähnlich wie der Konkurrent Apple (US0378331005) auch beginnen die ersten eigenen Prozessoren für die Mobilgeräte des Unternehmens zu entwickeln. In die Entwicklung des ersten selbst entwickelten Prozessors mit dem Namen Xring O1 sind insgesamt 1,87 Milliarden US-Dollar an Entwicklungskosten geflossen. Bereits an diesem Donnerstag ist eine Produkteinführung der neuen Chipgeneration geplant.
US-Restriktionen führen zu Milliardenverlusten bei Nvidia
Nvidia ist einer der größten Konzerne, die mit den negativen Konsequenzen durch die US-restriktionen bzw. Ausfuhrbeschränkungen zu kämpfen hat. Durch die verschärften Ausfuhrbeschränkungen kalkuliert Nvidia (US67066G1040) mit einem Umsatzausfall von etwa 15 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich hat Nvidia im ersten Quartal bereits außerordentliche Abschreibungen auf Lagerbestände vermeldet in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar. Damit summieren sich die Zusatzaufwendungen durch die US-Restriktionen im Jahr 2025 auf rund 20,5 Milliarden US-Dollar.
Zugleich ist der Erfolg der Restriktionen fraglich. Denn wie sich bereits im ersten Quartal anhand des Beispiels DeepSeek zeigte, sorgen die Restriktionen nicht dafür, dass Nvidia bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz einen Nachteil hat. Vielmehr entsteht in China eine abgeschottete KI-Industrie, die sich still weiterentwickeln kann, ohne sich mit den ausländischen Produkten direkt messen zu müssen.
Um die Umsatzverluste durch den wegbrechenden chinesischen Markt zu reduzieren hat Nvidia bereits angekündigt, dass man die aktuelle H20-Chipgeneration für den chinesischen Markt modifizieren möchte, um die Restriktionen zu umgehen. Dafür soll ein extra Chip für den chinesischen Markt entwickelt werden, der im Grunde eine abgespeckte Version der Chiptechnologie für den US-Markt ist.
Dies sorgte bei Nvidia führ einen Tagesverlust. Pünktlich zum Börsenstart in den USA schoss die Aktie von Nvidia ins Minus, stabilisierte sich aber anschließend auf dem Kursniveau bei 119 € pro Aktie.
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21.05.2025 - Christian Teitscheid

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