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Coca-Cola nutzt die WM für allerlei Marketing-Aktionen, was der Organisation Foodwatch in Österreich allerdings zu weit geht

Verführt Coca-Cola Kinder zu zuckerhaltigen Softdrinks?

NTG24 - Coca-Cola nutzt die WM für allerlei Marketing-Aktionen, was der Organisation Foodwatch in Österreich allerdings zu weit geht

 

Die WM hat begonnen, was wieder einmal zu viel Begeisterung und gut gefüllten Public-Viewing-Events führt. Von der guten Stimmung wollen natürlich auch die Unternehmen profitieren. Daher lanciert unter anderem Coca-Cola eine breite Werbekampagne auf allen nur erdenklichen Kanälen. In Österreich sollen Sammeldosen und Panini-Sticker die Fans erfreuen.

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Da Österreich zum ersten Mal nach 28 Jahren wieder an einer Fußball-WM teilnimmt, wird natürlich seitens Coca-Cola (US1912161007) auf ein entsprechendes Echo gehofft. Die Organisation Foodwatch sieht das Marketing allerdings mit Skepsis. Moniert wird, dass Coca-Cola mit seinen Werbeaktionen gezielt Kinder anspreche und dieser mit Stickern zum Konsum von Getränken mit etlichen Mengen an Zucker verführe.

 

 

 

Die Sticker sind exklusiv unter den Etiketten von Flaschen des Herstellers zu finden. Wer das dazugehörige Sammelalbum vervollständigen möchte, muss also fleißig die süßen Brausen konsumieren. Aufgrund dessen kündigte Foodwatch an, eine Beschwerde beim Werberat einzureichen. Die Kampagne verstoße gegen zentrale Grundsätze des Ethik-Kodex der österreichischen Werbewirtschaft. Jener untersage es, direkten oder indirekten Kaufzwang gegenüber Kindern und Jugendlichen auszuüben.

Problematisch für Coca-Cola ist dabei, dass der Konzern in einem Werbespot das Prinzip aufzeigt und dabei auf ein Kind als Darsteller setzt. Recht unverblümt wird damit klargemacht, wer die Zielgruppe ist. Dennoch dürfte der Konzern die Angelegenheit etwas anders einschätzen. Ob und welche Konsequenzen drohen, bleib offen. Da die Behörden in der Regel eher schwerfällig agieren, dürfte der Werbebonus zur WM aber mitgenommen werden.

 

Coca-Cola trifft auf trockene Kehlen

 

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Selbstredend ist die Darstellung von Foodwatch recht einseitig. Böse Absicht muss Coca-Cola nicht unterstellt werden, doch auch etwas unüberlegte Marketingkampagnen können schon ausreichen, um unangenehme Konsequenzen hervorzurufen. Ins Risiko geht der Getränkehersteller daher durchaus, auch wenn sich relativierend einwenden lässt, dass die Sticker auch unter Etiketten von zuckerfreien Limonaden zu finden sind. Ein höherer Absatz dürfte dem Konzern aber während der WM ohnehin beschert sein, und das nicht nur in Österreich. Anleger betrachten die Angelegenheit daher eher entspannt und die Coca-Cola-Aktie konnte zuletzt ihren Aufwärtstrend verteidigen.

 

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15.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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