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Die DHL-Tochter Deutsche Post erntet erneut Rekorde bei der Anzahl an Beschwerden, will darin aber kein strukturelles Problem erkennen

Die Postversorgung in Deutschland funktioniert laut DHL Group sehr gut

NTG24 - Die DHL-Tochter Deutsche Post erntet erneut Rekorde bei der Anzahl an Beschwerden, will darin aber kein strukturelles Problem erkennen

 

Neue Erhebungen der Bundesnetzagentur lassen vermuten, dass der Unmut unter Kunden von DHL Group und Mitbewerbern wächst. Im vergangenen Jahr gingen 55.395 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein, was einem neuen Rekord entspricht. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 44.406 Beschwerden dieser Art.

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Wie gehabt entfallen mit rund 90 Prozent die allermeisten Beschwerden auf die DHL Group (DE0005552004), welche auf dem Heimatmarkt als Deutsche Post in Erscheinung tritt. Beklagt wurde sich über Verzögerungen, Beschädigungen oder die Zustellung an einen falschen Adressaten. Zudem wurden auch Öffnungszeiten von Filialen kritisiert. Die Zahl der Beschwerden liegt auch deutlich über den rund 43.000 aus dem Jahr 2022, als DHL dies noch mit einem hohen Krankenstand aufgrund der Corona-Pandemie begründete.

Aktuell verweist das Unternehmen auf rund 9,4 Milliarden Briefe und 4,5 Milliarden Pakete, die im letzten Jahr in Deutschland zugestellt werde. Angesichts dessen handle es sich nur um einen geringen Teil von Beschwerden, wie das Unternehmen in der „FAZ“ zitiert wird. Auf eine Million Sendungen kämen nur etwa vier Beschweren und ein strukturelles Problem liege nicht vor.

 

 

 

Zudem vermutet die Deutsche Post auch, dass ein Teil der Beschwerden auf eine falsche Zustellung durch Mitbewerber zurückzuführen sein könnte, da solche Sendungen oftmals über die Post weiter zugestellt würden. Beziffern kann das Unternehmen aber nicht, wie viele Sendungen davon betroffen sein mögen. Derweil vermutet der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, dass viele sich nicht die Mühe machen würden, eine Beschwere einzureichen und die Dunkelziffer dadurch bedingt deutlich höher ausfallen dürfte.

 

DHL Group bessert nach

 

Letztlich verspricht die DHL Group, sich in Zukunft um eine weitere Verbesserung zu bemühen. Schon in den letzten Jahren seien mehrere Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert worden. Aus Anlegersicht ist die Anzahl der Beschwerden verschmerzbar und zum Teil wohl auch schlicht auf das immer höhere Paketaufkommen zurückzuführen. Vollständig vermeiden werden sich Fehler auch in Zukunft nicht lassen.

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09.04.2026 - Daniel Eilenbrock

Unterschrift - Daniel Eilenbrock

 

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