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Mit Logistik rund um erneuerbare Energien will DHL in Zukunft noch deutlich mehr Geld verdienen und politischer Gegenwind bringt das Unternehmen nicht aus der Ruhe

Die DHL Group sieht erneuerbare Energien weiter klar im Vorteil

NTG24 - Mit Logistik rund um erneuerbare Energien will DHL in Zukunft noch deutlich mehr Geld verdienen und politischer Gegenwind bringt das Unternehmen nicht aus der Ruhe

 

Die Begeisterung um das Thema erneuerbare Energien hat in Teilen der Bevölkerung nicht nur nachgelassen. Beobachten lässt sich zuweilen eine regelrechte Ablehnung entsprechender Technologien. Das prominenteste Beispiel ist US-Präsident Donald Trump, der schon seit Jahren gegen Windmühlen kämpft, und das häufig erfolglos.

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Hierzulande ist es Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, welche sich deutlich mehr als ihr Vorgänger Robert Habeck für fossile Energien begeistern kann. Insbesondere Gaskraftwerke genießen bei ihr ein hohes Ansehen. Es gibt derzeit diverse politische Kräfte, welche einen Abschied vom Klimaschutz und wieder mehr Konzentration auf fossile Energien einfordern. Der Logistikkonzern DHL Group (DE0005552004) geht allerdings nicht davon aus, dass das Wachstum der Erneuerbaren noch aufgehalten werden kann.

 

 

 

In einer Mitteilung plant DHL stattdessen mit einem anhaltenden und recht rasanten Wachstum. Im vergangenen Jahr erhöhte sich der Umsatz mit entsprechenden Logistikdienstleistungen bereits von 400 auf 600 Millionen Euro. Dazu gehört beispielsweise der Transport von Windradturbinenteilen und Batterien. Bis zum Jahr 2030 sollen die Umsätze nun noch einmal bis auf 3 Milliarden Euro ansteigen, wie DHL-Chef Tobias Meyer bei der „New Energy Conference“ in den Niederlanden verkünden ließ.

 

DHL erkennt Vorteile der Erneuerbaren

 

Bei dieser Gelegenheit sprach DHL auch über die aktuelle politische Lage, erkennt darin aber keine ernstzunehmende Gefahr für die Erneuerbaren. Die Energietransformation sei politikunabhängig. Zwar werde die Diskussion derzeit stärker von Tweets „bestimmter Personen“ beeinflusst. Da erneuerbare Energien ökonomisch sinnvoll seine, würden sie sich nach Ansicht des DHL-Chefs aber in jedem Fall durchsetzen und an Bedeutung gewinnen. Von dieser Entwicklung will der Logistikkonzern seinerseits profitieren.

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Werbebanner EMH PM Trade Chancen erkennt die DHL Group nicht zuletzt mit Blick auf das aktuelle geopolitische Geschehen. 75 Prozent aller Länder seien derzeit abhängig vom Import fossiler Energien. Immer neue Krisen dürften den einen oder anderen zu einem Umdenken bewegen. Gerade Europa hat es nun schon mit der zweiten Energiekrise innerhalb weniger Jahre zu tun. Um solche in Zukunft zu vermeiden, wäre ein größerer Ausbau der Erneuerbaren und vor allem dazugehöriger Batteriespeicher tatsächlich nicht die schlechteste Idee. Rückendeckung erhält DHL auch aus Richtung der Experten.

Erneuerbare Energien gelten als der Weg der Zukunft, und das ganz ohne ideologischen Anstrich. Gerechnet wird seitens DHL damit, dass es keine einzelne Technologie wie Wasserstoff sein wird, welche die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert. Stattdessen sei die Energiewende ein Gefüge aus verschiedenen Bausteinen. Deshalb investiert der Konzern auch an vielen unterschiedlichen Stellen. Geplant sind momentan unter anderem ein neuer Ersatzteilservice für Windparks, ein Batterieknotenpunkt in den Niederlanden und in Frankreich öffnete kürzlich ein Exzellenzcenter für E-Autos seine Pforten.

 

Der Kurs ist gesetzt

 

Letztlich geht die DHL Group mit dem Thema recht nüchtern um und rechnet sich aus ökonomischer Sicht eigene Chancen aus. Das kommt bei den Anlegern gut an. Die DHL-Aktie trieb es am Donnerstag um 0,8 Prozent auf 51,24 Euro aufwärts und das 52-Wochen-Hoch bei 53,26 Euro bleibt damit in Sichtweite. In der Politik und vor allem in den sogenannten sozialen Medien wird freilich immer viel diskutiert, geschimpft und gemeckert. Dass die DHL Group da einen kühlen Kopf bewahrt, ist aus Anlegersicht nur zu begrüßen.

Tatsächlich hat sich bereits gezeigt, dass politischer Gegenwind das Wachstum im Segment bestenfalls ausbremsen, nicht aber aufhalten kann. Selbst in den USA entstehen weiterhin neue Windparks und Photovoltaikanlagen. Das hat den einfachen Grund, dass daraus gewonnene Energie recht günstig ist, der Aufbau deutlich einfacher als etwa bei einem Atomkraftwerk ist und die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Rechenzentren dringend auf neue Energiequellen angewiesen sind.

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12.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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