Klöckner als Übernahmekandidat – VW plant Investitionsoffensive
Stahlhändler Klöckner könnte von US-Konkurrenten übernommen werden
Niedriges Kursniveau bei Klöckner ruft die strategischen Investoren auf den Plan. Volkswagen plant Investitionen in Höhe von 160 Milliarden Euro bis 2030 in Europa.
Der deutsche Stahlhändler Klöckner & Co. (DE000KC01000) könnte laut übereinstimmenden Medienberichten schon bald von dem US-Konzern Worthington Stelle übernommen werden. Das Gespräche ausgenommen wurden hat der SDAX-Konzern bereits in der letzten Woche öffentlich bestätigt. Der US-Konzern sei bereits in eine tiefere Due Diligence-Phase eingetreten und prüfe zusammen mit einem Konsortium aus finanziellen und rechtlichen Beratern die Bücher von Klöckner. Dennoch seit weiterhin offen unter welchen Bedingungen ein Angebot abgegeben werden könne und ob ein Deal generell möglich sei.
Klöckner ist aufgrund der schlechten Kursentwicklung der Aktie in den Fokus von strategischen Investoren gerückt. Auch wenn die Kursperformance seit Mitte des Jahres 2024 wieder positiv ist, verringert sich dadurch lediglich das Minus der Pre-2024-Entwicklung. Vergleicht man den Unternehmenswert an der Börse mit dem Wert aus 2022, dann hat der Stahlhändler rund 50 % der Marktkapitalisierung verloren und ist nur noch mit einem Equity Value von 600 Millionen Euro an der Börse gelistet. Worthington Steel ist im Vergleich rund drei Mal so viel wert.
Klöckner erzielte mit den weltweit rund 6.600 Mitarbeitern im letzten rund 6,6 Milliarden Euro. Dabei ist die Umsatztendenz aufgrund der niedrigeren Stahlpreise klar sinkend. Dennoch erwartet das Management, dass man diesen Trend im Jahr 2025 umkehren kann und besonders bei der operativen Marge im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zulegen kann.
Volkswagen zündet neuen Investitionsturbo
Europas größter Automobilkonzern Volkswagen (DE0007664039) plant eine neue Investitionsoffensive in Europa und möchte damit besonders die deutschen Arbeitsplätze sichern. So sollen bis 2030 etwa 160 Milliarden Euro in die europäischen Standorte fließen. Damit setzt Volkswagen in Zeiten der globalen Unsicherheiten ein wichtiges Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Das Investitionsprogramm ist in dieser Höhe allerdings auch dringend notwendig. Die Profitabilität des Konzerns ist aufgrund der handfesten Absatzkrise in China und auch teilweise in den USA stark belastet und man benötigt schnell neue Aufwärtssignale. Besonders die Sportwagentochter Porsche ist von den geografischen Absatzproblemen betroffen, was den Gewinn von Volkswagen ebenfalls überproportional einbrechen ließ.
Aufgrund der unsicheren Zollpolitik, die stark durch die Launen von US-Präsident Trump beeinflusst wird, waren auch neue Produktionsstätten des Konzerns in den USA im Gespräch. Der VW-Chef Blume machte allerdings ein eventuelles Werk für die Premium-Marke Audi davon abhängig, ob und in wie weit die US-Regierung den Bau finanziell subventioniert. Sollte dies nicht der Fall sein, dann würde sich der Neubau finanziell nicht rentieren.
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17.12.2025 - Christian Teitscheid

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