Die verstärkte Aktivität der Deutschen Bank im Private-Credit-Markt lässt die Sorgen der Anleger wachsen
Die Deutsche Bank erkennt keine signifikanten Risiken
Auf 1,8 Billionen US-Dollar ist der Markt für Darlehen angewachsen, die nicht von Banken, sondern privaten Fonds vergeben werden. Allerdings blicken die Märkte skeptischer auf das Segment. Zweifel an der Nachhaltigkeit von Darlehen für KI-Projekte und hohe Zinsen nähren die Furcht vor Zahlungsausfällen.
Obschon die Kredite von privaten Institutionen vergeben werden, sitzen die Banken weiterhin mit im Boot. Das zeigte sich im jüngsten Geschäftsbericht der Deutschen Bank (DE0005140008). Deren Engagement im Bereich Private Credit ist noch einmal um sechs Prozent auf 26 Milliarden Euro angewachsen, berichtet unter anderem das „Handelsblatt“.
Problematisch ist das auch wegen der fehlenden Transparenz. Bei den privaten Krediten handelt es sich aus Anlegersicht um eine Black Box. Die genauen Konditionen müssen nicht öffentlich gemacht werden und ob es einem Schuldner schlecht geht, erfahren die Anleger oft erst dann, wenn es schon längst zu spät ist. Die Befürchtung lautet nun, dass manches Unternehmen sich mit KI-Investitionen vielleicht doch etwas übernommen haben könnte.
Einige Banken reagieren darauf bereits. JPMorgan will die Vergabe von Darlehen an private Fonds in Zukunft einschränken. Die Deutsche Bank hingegen scheint ihre Aktivitäten weiter auszubauen und spricht zudem davon, keine „signifikanten Risiken“ zu erkennen. Finanzierungen für Private-Credit-Fonds sollen aber immerhin künftig einer verstärkten Wachsamkeit unterliegen.
Fluchtbewegung bei der Deutschen Bank
Damit konnte die Deutsche Bank die Gemüter der Anleger nicht beruhigen. Die Meldung trieb die Aktionäre in die Flucht und der Aktienkurs brach am Donnerstag um rund fünf Prozent auf 25,70 Euro ein. Am Freitag ging es um weitere 0,8 Prozent auf 25,49 in die Tiefe. Zuvor sorgten bereits der Irankrieg und ungewisse Auswirkungen auf die Konjunktur bereits für enorme Kursrückgänge. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Anteilsscheine der Deutschen Bank schon um fast ein Viertel reduziert.
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14.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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