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Weitere Kursverluste bei der Deutschen Bank, TUI freut sich auf gute Geschäfte in Griechenland und BASF trennt sich wohl vom eigenen Chef, der künftig bei Mercedes-Benz aktiv werden soll

Die Märkte können sich noch nicht so recht für eine Richtung entscheiden

NTG24 - Weitere Kursverluste bei der Deutschen Bank, TUI freut sich auf gute Geschäfte in Griechenland und BASF trennt sich wohl vom eigenen Chef, der künftig bei Mercedes-Benz aktiv werden soll

 

Am Mittwoch gab es für Anlegerinnen und Anlegern so manche widersprüchlichen Signale. Generell wurde es gut aufgenommen, dass die US-Notenbank Fed nach einer weiteren Zinserhöhung zumindest die Möglichkeit in Aussicht stellte, künftig auf weitere Schritte dieser Art zu verzichten. Dass Zinserhöhungen nicht kategorisch ausgeschlossen wurde, verstimmte viele Beobachter aber und so blieb ein größerer Kurssprung bei den großen Indizes aus.

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Vor diesem Hintergrund erlebte auch die Aktie der Deutschen Bank (DE0005140008) mal wieder Verluste. Jene fielen mit 0,71 Prozent zwar noch übersichtlich aus, doch es bleibt mit 9,56 Euro bei einem Kurs unterhalb von 10 Euro und verglichen mit Kursen von Anfang März notiert das Papier noch immer rund 17 Prozent tiefer. Steigende Zinsen werden längst nicht mehr nur als Chance gesehen.

Nach diversen Problemen sowohl bei US-Banken als auch einigen europäischen Geldinstituten sehen die Börsianer auch immer mehr Risiken in der derzeitigen Entwicklung. Die Deutsche Bank kann sich damit brüsten, bei all dem bisher nur unbeteiligter Zuschauer gewesen zu sein. Allerdings scheint das allein die Aktionäre offensichtlich nicht richtig beruhigen zu können.

 

TUI: Griechenland im Trend

 

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Werbebanner EMH PM TradeTUI (DE000TUAG505) berichtet derweil mal wieder über eine starke Nachfrage für das Sommergeschäft. Wie das Tourismus-Portal „Tageskarte“ berichtet, sieht der Reiseveranstalter unter anderem in Griechenland hohe Buchungszahlen und die Rede ist gar schon von neuen Rekorden im laufenden Jahr. Wer nicht bald buche, der könnte laut dem Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing bei TUI Deutschland, Benjamin Jacobi, Probleme bekommen, überhaupt noch ein Bettchen zu bekommen.

Gesprochen wird aber auch darüber, dass „preislich attraktiver“ Urlaub in diesem Jahr für Viele sehr wichtig sei. Das ist ein interessantes Detail, welches nicht unbedingt für üppige Margen im Griechenland-Geschäft spricht. Genau die sind aber nicht erst seit Corona ein Sorgenkind bei TUI. Wohl auch deshalb konnte die abgestürzte TUI-Aktie kaum profitieren und sich gestern nur um müde 0,2 Prozent auf 5,79 Euro steigern.

 

Brudermüller verlässt BASF…

 

Die Schlagzeilen wurden gestern gefüllt mit der Meldung, dass Martin Brudermülller seinen Chefposten bei BASF (DE000BASF111) räumen könnte. Darüber berichtete zuerst die „FAZ“. Bereits im kommenden Frühjahr läuft sein Vertrag aus und an eine Verlängerung scheint er momentan nicht zu denken. Den Anlegern scheint das gut in den Kram zu passen. Darauf weist zumindest die Tatsache hin, dass die BASF-Aktie sich im gestrigen Handel klar auf der Gewinnerseite positionierte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeUm respektable 2,6 Prozent ging es für den Titel in Richtung Norden, was für einen Schlusskurs von 46,36 Euro reichte. Nach der Auszahlung der Dividende ist die BASF-Aktie damit auf einem steilen Erholungskurs und zeigt sich ein ganzes Stück stabiler, als es ihr vermutlich viele zugetraut hätten. Die Aussicht auf eine Änderung im Chefsessel scheint bei manch einem wieder die Fantasie zum Vorschein zu bringen.

 

…und geht zu Mercedes-Benz

 

Allem Anschein nach ist es auch schon beschlossene Sache, wohin es Brudermüller in Zukunft treiben wird. Medienberichten zufolge soll jener ziemlich nahtlos den Posten des Aufsichtsratschef bei Mercedes-Benz (DE0007100000) übernehmen. Jener wird aktuell noch von Bernd Pischetsrieder bekleidet, dessen Vertrag aber ebenfalls im kommenden Jahr ausläuft. Noch ist das Ganze nicht offiziell bestätigt, eine entsprechende Ankündigung wurde aber bereits in Aussicht gestellt.

Bei den Anlegern von Mercedes-Benz hält sich die Freude etwas mehr in Grenzen, doch auch hier gab es am Mittwoch Kursgewinne zu sehen. Um immerhin ein Prozent ging es mit den Kursen aufwärts, was für einen Schlusskurs von 70,25 Euro ausreichte. Erstmals seit Mitte April konnte damit die psychologische Barriere bei 70 Euro überwunden werden. Das mag für die Bullen nur ein kleiner Sieg sein, aber immerhin geht es in die richtige Richtung.

 

Die nagende Unsicherheit

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistEs bleibt dabei, dass die Märkte von viel Unsicherheit geprägt sind und die Investoren nicht so recht wissen, was sie von der näheren Zukunft erwarten können. Bis zum Wochenende stehen noch einige Impulse an und womöglich wird es dann auch endlich mehr Klarheit geben. Ob es jedoch am Ende erfreuliche Nachrichten oder doch eher Enttäuschungen zu sehen geben wird, bleibt weiterhin offen. An der volatilen Ausgangslage dürfte sich so schnell aber nur wenig ändern.

 

04.05.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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