Die Deutsche Telekom blickt zur Hauptversammlung zufrieden auf sich selbst, räumt aber auch so manchen Fehler aus der Vergangenheit ein
In Zukunft will die Deutsche Telekom alles noch ein wenig besser machen
Es herrschte nicht nur eitel Sonnenschein bei der Hauptversammlung der Deutschen Telekom. Bei Personalfragen musste der Vorstand sich einigen unangenehmen Fragen der Investoren stellen. Auch auf operativer Ebene lief zuletzt längst nicht alles reibungslos. Doch das Unternehmen gibt sich zuversichtlich und stellt Verbesserungen in Aussicht.
Dabei war die Deutsche Telekom (DE0005557508) sich auch nicht zu schade, manchen Fehler aus der Vergangenheit zuzugeben. Man habe sich zu lange auf dem Netzgeschäft ausgeruht, ließ Vorstandschef Tim Höttges wissen. Zuweilen sei man wohl auch zu arrogant gewesen und habe beim Glasfaserausbau Zeiträume unterschätzt. Wohl auch deshalb gingen dem Unternehmen im vergangenen Jahr etwa 50.000 Breitbandkunden verloren.
Doch das Problem scheint erkannt zu sein und soll in Zukunft behoben werden. Der Glasfaserausbau soll besonders in ländlichen Regionen beschleunigt werden. Ferner stellt die Telekom in Aussicht, in Zukunft als integrierter Technologiepartner aufzutreten. Angebote soll es etwa zu Rechenzentren, KI und Datensicherheit geben. Höttges sprach davon, dass die Telekom nicht nur das „beste Netz“, sondern auch „alles obendrauf“ verkaufen wolle.
Obschon es manche Baustelle gibt, ließ die Telekom sichtlich erfreut mitteilen die Dividende auf einen Euro je Aktie und damit einen neuen Rekordwert zu steigern. Dass dies möglich ist, ist zwar zu weiten Teilen der schwer erfolgreichen Tochter T-Mobile zu verdanken. Das soll die Stimmung aber nicht weiter trüben.
Die Telekom in der Bringschuld
Richtig schlechte Neuigkeiten gab es seitens der Telekom bei der Hauptversammlung nicht. Abholen konnte der Konzern die eigenen Anleger jedoch auch nicht recht. Ob auf dem etwas schwierigen Heimatmarkt die Wende noch gelingen mag, bleibt wohl noch abzuwarten. Optimisten sehen, dass das Management Probleme erkennt und beim Namen nennt. Das ist immerhin die erste Voraussetzungen, um solche auch beheben zu können.
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02.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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