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Deutsche Bank signalisiert Stagnation für 2026

Deutsche Bank beeindruckt mit neuem Rekordjahr - Prognose für 2026 fällt aber konservativ aus

NTG24 - Deutsche Bank signalisiert Stagnation für 2026

 

Der Rekordabschluss der Deutschen Bank ist beeindruckend, aber keine Überraschung. Der Erfolg des vergangenen Jahres baute sich sukzessive auf und war damit der wichtigste Katalysator für die Rallye der Aktien. 

Mit dem Geschäftsjahr 2025 hat sich Christian Sewing seinen Platz im Olymp der Deutschen Bank (DE0005140008) gesichert. Er hat die Bank wieder in einer Top-Position zurückgebracht und das mit einer unaufgeregten, ruhigen und zielsicheren Art. Was für ein Herkulesakt das war, geht heute fast unter, wenn man die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sieht und zur Kenntnis nimmt, dass die Deutsche Bank ein neues Rekordjahr abgeschlossen hat. An Legenden wie Hermann Josef Abs und Alfred Herrhausen können sich heute nur noch die wenigsten erinnern. Dafür umso besser an Namen wie Anshu Jain, Jürgen Fitschen und John Cryan, die es in der letzten Dekade nicht hinbekamen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Sewing ist es hingegen gelungen, die Kultur der Bank neu aufzubauen und die Prozesse so zu optimieren, damit das Geschäft brummt wie ein gut geölter Motor. 

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Deutsche Bank AG

 

Die Leistung spiegelt sich natürlich auch im Kurs wider. Der ist in den letzten 12 Monaten um mehr als 70 % gestiegen. Und die Börse hat damit völlig korrekt ein sehr starkes Geschäftsjahr 2025 im Verlauf der letzten Quartale eingepreist. Bekommen haben wir einen Gesamtumsatz von 32,1 Mrd. Euro (+7 %), einen Vorsteuergewinn von 9,7 Mrd. Euro (+84 %) und Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter von 6,9 Mrd. Euro (+106 %). Die riesigen Sprünge beim Gewinnwachstum sind aber auch im Zusammenhang mit dem Basiseffekt zu sehen, denn das Ergebnis des Vorjahres war von Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten belastet. 

 

Deutsche Bank signalisiert Stagnation für 2026

 

Beeindruckend ist, wie stark die Deutsche Bank im Kreditgeschäft aufgestellt ist. Man konnte den Nettozinsertrag - der Überschuss aus den Zinszahlungen der Kunden abzüglich der Zinszahlungen, die man selbst leisten muss, um sich das Kapital bei Sparern und Finanzinstituten zu leihen - sehr stark im 4. Quartal um 17 % auf 4,27 Mrd. Euro steigern. Mehr Kreditvolumen, aber auch eine Nettozinsmarge von 1,6 %, was für die Deutsche Bank ein Top-Ergebnis ist. Das war kriegsentscheidend für das Dezember-Quartal, denn die Gewichtung am Gesamtumsatz ist mit 55 % sehr hoch. Im Gesamtjahr wuchs der Nettozinsertrag sogar um 20 % auf 15,69 Mrd. Euro, sodass wir nicht von einem Ausreisser reden, sondern von einem mittelfristig sehr vorteilhaften Marktumfeld.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMan schwächelte jedoch bei den restlichen Erträgen. Das sind insbesondere Gebühren und Kommissionen. Der Handel mit Anleihen und Devisen ist hier für die Deutsche Bank ein wichtiger Ertragsbringer, aber bei der Unternehmensbank verzeichnete man einen Ertragsrückgang. Die Investmentbank und Privatkundenbank performten zufriedenstellend im 4. Quartal, aber die Vermögensverwaltung - aka DWS - holte am Ende die Kastanien aus dem Feuer mit einem Ertragswachstum von 25 % auf 888 Mio. Euro. Bei der Prognose blieb CFO James von Moltke allerdings konservativ. Nach einem Ertrag von 32,1 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2025 peilt der Finanzvorstand nun 33 Mrd. Euro an. Das ist selbstverständlich reichlich dünn und erscheint wenig ambitioniert. Die Börse reagierte entsprechend vergrätzt nach Vorlage der Prognose.

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30.01.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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