Disney fordert TikTok-Betreiber Bytedance per Unterlassungsschreiben dazu auf, bei KI-Videos das Urheberrecht zu wahren
Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz scheinen Disney Geschäftsmodell zu bedrohen
Die Künstliche Intelligenz macht immer mehr Fortschritte und erzielt dadurch immer bessere Ergebnisse. Bereits vor einer Weile machte OpenAI mit dem Videogenerator Sora 2 von sich reden. Dort investierte der Mediengigant Disney noch fleißig und schloss eine Lizenzvereinbarung für die Nutzung eigener Charaktere und Inhalte.
Gar nicht gern gesehen wird es bei Disney (US2546871060) allerdings, wenn andere Anbieter KI-Videos erstellen, in denen urheberrechtlich geschütztes Material vorkommen. Genau dazu kam es kürzlich, nachdem TikTok-Betreiberin Bytedance das KI-Modell Seedance 2.0 vorstellte. Damit ist es möglich, per Prompt kurze Clips zu erstellen. Es dauerte nicht lange, bis in solchen Charaktere aus Reihen wie „Star Wars“ vorkamen.
Disney sieht dadurch seine Urheberrechte verletzt und forderte Bytedance nun per Unterlassungsschreiben auf, in Zukunft das Urheberrecht zu wahren. Darüber berichtete zuerst das Portal „Axios“. Ob für die Zukunft ebenfalls Lizenzvereinbarungen angestrebt werden könnten, darüber wurden keine Worte verloren. Das Thema schlägt jedoch hohe Wellen und wirft einmal mehr die Frage auf, inwieweit KI in Zukunft menschliche Kreativität ersetzen kann oder sollte.
In der Medienlandschaft geht nicht erst seit gestern die Angst um, dass durch KI-Inhalte in Zukunft klassische Filme und Serien obsolet werden könnten. Schließlich ist es sehr viel schneller und günstiger, Szenen durch eine KI erstellen zu lassen. Letzterer fehlt es bislang noch an der Fähigkeit, auch längere und vor allem kohärente Handlungsstränge zu verfassen. Doch die Technologie wird stetig besser.
Disney unter Druck?
An der Börse ist das bisher noch nicht das ganz große Thema, auch weil Disney einen Großteil seiner Einnahmen aus seinen Themenparks erzielt. Doch das recht schnelle und rigorose Vorgehen gegen Bytedance zeigt, dass der Konzern die Gefahr durch KI-Inhalte ernst nimmt. Ob das chinesische Unternehmen der Unterlassungsaufforderung nun auch Folge leisten wird oder eventutell noch ein gerichtliches Verfahren ansteht, bleibt wohl noch abzuwarten.
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16.02.2026 - Christian Teitscheid

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