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Valneva kann punkten, neue Hoffnung für TeamViewer, Alibaba schmiert ab und großes Rätselraten bei BYD

Keine Langeweile in Sicht

NTG24 - Valneva kann punkten, neue Hoffnung für TeamViewer, Alibaba schmiert ab und großes Rätselraten bei BYD

 

Spekuliert wird über Valneva schon seit Monaten viel, was an den Märkten für ordentlich Bewegung sorgte. Vor wenigen Tagen lieferte das Unternehmen nun endlich auch wieder frische Zahlen, und die kamen bei den Aktionären gut an. In der Folge erfährt die Aktie des französischen Impfstoffherstellers wieder spürbaren Aufwind.

Nachdem die Kurse bereits am Donnerstag ordentlich zulegen konnten, legten die Bullen tags darauf noch einmal nach und gönnten Valneva (FR0004056851) am Freitag ein weiteres Kursplus von 0,93 Prozent. Auf Wochensicht hat die Aktie des Unternehmens sich um mehr als drei Prozent verbessert und das Kursniveau damit deutlich oberhalb der 20-Euro-Linie zementiert.

Mit Abstand das wichtigste Eisen im Feuer ist und bleibt der Tot-Impfstoff gegen Corona, der im besten Fall schon zu Beginn des neuen Jahres Zulassungen in westlichen Industrienationen erhalten könnte. Viele Beobachter erhoffen sich dadurch neue Impulse in den teils sehr schleppend verlaufenden Impfkampagnen. Sollten solche Erwartungen sich erfüllen, könnte Valneva ohne Weiteres schon bald ganz neue Kursrekorde setzen. Eine sichere Bank ist die Angelegenheit aber keineswegs.

 

Doch nochmal Corona-Bonus für TeamViewer?

 

Noch höher sind die Unsicherheiten derzeit bei TeamViewer (DE000A2YN900), nachdem das Unternehmen seine Prognose deutlich absenken musste. In der Folge ging der Aktienkurs baden und dass die Konkurrenz aufs Gas tritt, hilft nicht eben weiter. Zumindest am Freitag schien sich aber wieder etwas Hoffnung breitzumachen und die Aktie des Softwareunternehmens konnte sich um immerhin knapp 2,5 Prozent verbessern und per Wochenschluss über die 13-Euro-Marke steigen.

Zu nicht unwesentlichen Teilen mag es sich dabei um eine Erholung nach neuerlichen Negativrekorden handeln. Denkbar ist darüber hinaus allerdings auch, dass mancher Aktionär sich neue Chancen mit der neuen Corona-Welle in Deutschland und anderswo ausrechnet. Hierzulande wird schon bald wieder eine teilweise Homeoffice-Pflicht gelten und die könnte die Software von TeamViewer für Unternehmen wieder interessanter machen. Vielleicht wird es in absehbarer Zeit doch noch einmal einen Corona-Bonus an der Börse geben. Der wird die Kurse aber selbst im besten Fall wohl kaum so stark antreiben wie noch 2020.

 

Alibaba im Sinkflug

 

Noch schlechter gelaunt, ja schon fast deprimiert geben sich derweil die Aktionäre von Alibaba (US01609W1027). Der E-Commerce-Gigant musste im laufenden Jahr so einiges schlucken, allem voran immer neue staatliche Regulierungen nebst einer Strafzahlung in Rekordhöhe. Das wirkt sich spätestens jetzt auch auf die Zahlen aus, die seit dem Börsengang selten bis nie schlechter ausfielen.

Dass die Aktie von Alibaba darauf mit weiterem Tempo in der Abwärtsbewegung reagierte, dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Mittlerweile ging es mit den Kursen seit Jahresbeginn schon um knappe 33 Prozent in die Tiefe. Verglichen mit den Höchstständen aus dem Februar notieren die Anteile von Alibaba gar mehr als 40 Prozent tiefer. Eine Entspannung der schwierigen Lage zeichnet sich am Horizont noch immer nicht ab.

 

Gute Nachrichten für BYD – oder?

 

Immerhin konnte BYD (CNE100000296) an der Börse zuletzt überzeugen. Zumindest am Dienstag freute das Unternehmen sich über große Aktivität seitens der Käufer, die damit auf die Unterzeichnung des billionenschweren Infrastrukturpakets in den USA durch Präsident Joe Biden reagierten. Jenes sieht unter anderem vor, die E-Mobilität im Land deutlich auszubauen, bis 2030 sollen mindestens 50 Prozent aller neu zugelassenen Pkw elektrisch unterwegs sein.

Das macht Hoffnung darauf, dass BYD hier lukrative neue Großaufträge an Land ziehen könnte. Allerdings wurde die Stimmung etwas getrübt, nachdem Joe Biden eine „Made-in-America“-Vorschrift ins Spiel brachte. Die soll dafür sorgen, dass vor allem die heimischen Autobauer bei etwaigen Subventionen bevorzugt werden. BYD ist damit nicht automatisch ausgeschlossen, die US-Autobauer allein werden die Ziele der Regierung ohnehin kaum alleine erreichen können. Am Aktienkurs von BYD war die latente Verunsicherung bei den Anlegern jedoch zu spüren. Auf die Kurssprünge vom Dienstag folgte keine weitere Euphorie, stattdessen schwankten die Kurse zwischen 33,50 Euro und 34,50 Euro hin und her. Immerhin wurden die Kursgewinne von Wochenbeginn nicht mehr aus der Hand gegeben.

 

Nur nicht zu früh freuen

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistBYD ist aktuell ein Beispiel dafür, dass allzu überschwängliche Vorfreude an der Börse manches Mal unangenehme Folgen nach sich ziehen kann. Glücklicherweise hielten die sich aber in engen Grenzen und Grund zur Beschwere gibt es bisher, zumindest mit Blick auf den Aktienkurs, nicht. Größere Gedanken sollte man sich da wohl schon bei TeamViewer und Valneva machen. Beide Unternehmen leben momentan einzig und allein von guten Hoffnungen, wobei diese beim französischen Biotech-Unternehmen deutlich ausgeprägter sind. Enttäuschungen sind aber in beiden Fällen möglich und die fraglos vorhandenen Risiken können kaum einfach ignoriert werden. Es ist wohl bei jeder Aktie sinnvoll, sich immer auch mit dem Worst Case auseinanderzusetzen.

 

21.11.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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