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Evotec überzeugt Investoren mit ambitionierten, aber erreichbaren Zielen für das Jahr 2025

Geschäftsmodell intakt

NTG24 - Evotec überzeugt Investoren mit ambitionierten, aber erreichbaren Zielen für das Jahr 2025

 

Bei dem Biotech-Unternehmen Evotec SE (DE0005664809) liefen die Geschäfte im ersten Quartal weitgehend nach Plan. Wie die Hamburger jetzt in ihrem Q1-Bericht mitteilten, stiegen die Erlöse gegenüber der Vorjahresperiode um 11 % auf 133.1 Millionen Euro. Zwar reduzierte sich der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 30.0 auf 21.1 Millionen Euro. Dennoch reagierte der Aktienkurs kaum auf diese negativen Daten, da planmässig Zahlungen des Kooperationspartners Sanofi (FR0000120578) ausliefen, negative Wechselkurseffekte zu Einbussen führten und die Forschungsaufwendungen deutlich stiegen. Hierbei investierten die Hanseaten besonders stark in die Entwicklung von Projekten in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalyse, welche auf langfristige Sicht sehr aussichtsreich sind, aber kurzfristig die Ergebnisentwicklung in einem begrenzten Umfang belasten können.

Aufgrund des zuletzt stark verlaufenden Basisgeschäfts geht CEO Werner Lanthaler für das Gesamtjahr daher davon aus, dass die Umsätze im Gesamtjahr 2021 auf 550 Millionen bis 570 Millionen Euro anziehen werden, was einer Steigerung von circa 10 % bis 14 % gegenüber dem Vorjahreswert entsprechen würde. Gleichzeitig prognostiziert der Evotec-CEO ein bereinigtes EBITDA von 105 Million bis 120 Millionen Euro, wobei im Jahr 2020 ein bereinigtes EBITDA von 106.6 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte.

 

Evotec setzt sich ambitionierte langfristige Ziele

 

Am 20. April 2021 hat Evotec im Rahmen eines Capital Markets Day seinen Aktionsplan 2025 vorgestellt und die eigenen finanziellen Ziele kommuniziert, welche bis zur Mitte der Dekade erreicht werden sollen. Demnach will der MDAX-Konzern bis dahin jährlich mehr als 1 Milliarde Euro umsetzen, ein bereinigtes EBITDA von mindestens 300 Millionen Euro erzielen und gleichzeitig mehr als 100 Millionen Euro in die Erforschung von vollständig eigenen Wirkstoffen investieren. Insgesamt halten wir diese Marken für durchaus erreichbar, da CEO Lanthaler bereits in der Vergangenheit Evotec auf einen erfolgreichen und profitablen Wachstumskurs brachte, der sich letztendlich auch für die Aktionäre, welche seit seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden am 6. März 2009 von einer weit überdurchschnittlich positiven Kursentwicklung profitieren konnten, auszahlte. So stand die Aktie damals lediglich bei 0.69 Euro, wobei allerdings der Gesamtmarkt damals aufgrund der Auswirkungen der Lehman-Krise massiv unter Druck stand.

 

 

Aktuell taxieren die Analysten das 2021er-KGV auf 143 und das 2022er-KGV auf 130, was zunächst utopisch hoch erscheint. Allerdings lässt sich der Wert eines Biotech-Unternehmens wie Evotec nicht anhand der klassischen fundamentalen Kennziffern bestimmen. Vielmehr ist ausschlaggebend, wie viele Medikamente es aus der umfangreichen Wirkstoffpipeline aus letztendlich zur Marktreife schaffen, wobei nach erfolgreichen Zulassungen ein massiver Umsatz- und Gewinnsprung sehr wahrscheinlich sind. Da Evotec hier unserer Meinung nach technologisch sehr gut aufgestellt ist, stehen die Chancen äusserst gut, dass Evotec mittelfristig hier tatsächlich deutliche Fortschritte erzielen kann.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

15.05.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 

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