Mit Versprechen für bessere Zeiten kann Evotec die Anleger nicht abholen und die Aktie fällt auf neue Tiefstände
Für die Trendwende bei Evotec braucht es mehr als nur einen Sparkurs
Der Wirkstoffentwickler Evotec verliert an der Börse immer mehr an Vertrauen. Vorläufige Zahlen des Unternehmens kamen nicht gut an und der Ausblick wurde als eine herbe Enttäuschung wahrgenommen. Immerhin mit Blick auf die kommenden Jahre wird Besserung in Aussicht gestellt. Das reicht den Anlegern aber offensichtlich nicht aus.
Angekündigt wurde am Dienstag das neue Transformationsprogramm „Horizon“, mit dem Evotec (DE0005664809) nach eigener Aussage die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben gedenkt. Vorgesehen sind darin vor allem weitere Maßnahmen, um Kosten einzusparen. Das ist auch bitter nötig, wurden vorläufige Zahlen zum vergangenen Jahr an den Märkten doch mit Enttäuschung aufgenommen.
Die weiteren Aussichten konnten die Börsianer ebenfalls nicht trösten. Im laufenden Jahr erwartet Evotec Umsätze von 700 bis 800 Millionen Euro. Beim Ebitda sollen es im besten Fall 40 Millionen Euro werden, doch auch eine Nullrunde wird am unteren Ende der Prognosespanne nicht ausgeschlossen. Die Analysten sagten zuvor 80 Millionen Euro voraus, was Evotec kaum noch deutlicher hätte unterbieten können.
Evotec spricht von Besserung
Bessere Zeiten soll es bei Evotec durchaus geben, doch ist seitens der Anleger wohl noch Geduld gefragt. Die Ebitda-Marge soll im Jahr 2028 bei 20 Prozent liefen, was bei Umsätzen von 700 Millionen Euro ein Ebitda von 140 Millionen Euro einbringen könnte. Im Jahr 2030 schließlich sollen die Umsätze die Marke von einer Milliarde Euro durchbrechen. So viel Geduld scheinen die Aktionäre aber nicht zu haben, zumal es keinerlei Erfolgsgarantie gibt und Sparen allein vermutlich eher nicht die Trendwende herbeiführen wird.
Ganz abschütteln kann Evotec noch immer nicht die vielen Probleme aus der Vergangenheit, darunter ein Cyberangriff und der Abschied des ehemaligen CEO Dr. Werner Lanthalter, nachdem jener Insidertransaktionen zu spät gemeldet hatte. Das Vertrauen der Anteilseigner ist weitgehend zerstört. Das macht sich beim Aktienkurs bemerkbar, mit dem es gestern um weitere 7,6 Prozent auf 4,35 Euro abwärts ging. Das ist der niedrigste Schlusskurs seit etwa zehn Jahren, berichtet „Der Aktionär“.
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13.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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