US-Banken stehen vor massiven Gewinnsprüngen
US-Banken stehen vor einem regelrechten Bonanza - historische Deregulierung kommt
Die amerikanischen Banken stehen vor einer historischen Deregulierung, die die Gewinne der Institute aus dem Stand in die Höhe treiben werden. Die Federal Reserve bereitet eine massive Senkung der Kapitalanforderung vor, was zu einem regelrechten Bonanza führen wird.
Die USA bringen ihre Banken in Stellung, um ein Feuerwerk aus Krediten und Gewinnen zu generieren. Dass die Branche weltweit nach der grossen Finanzkrise überreguliert wurde, war offensichtlich. In den ersten Jahren nach der Krise erstickten die Parlamente und Regulierungsbehörden die Banken regelrecht mit immer höheren Anforderungen und Beschränkungen. Washington war hier immer mit dabei, aber die Wut der Politiker auf die fahrlässigen und gierigen Banken verpuffte relativ schnell, nachdem sich die Branche sehr schnell wieder erholte und die amerikanische Regierung unter dem Strich einen riesigen Gewinn aus ihren Rettungsmassnahmen gezogen hat. Denn anders als in Europa, hatte Washington 2008 / 09 darauf geachtet, dass die Regierung bei einem Comeback der Banken an diesem Erfolg profitieren würde. Die Europäer hingegen sahen nie Chancen, sondern immer nur Risiken und behandelten die Banken wie Feinde der Wirtschaft und knechteten sie bei jeder Gelegenheit. Viele Geschäftsmodelle in der Finanzbranche sind durch die Regulierungswut bewusst kaputt gemacht worden. Eine persönliche Vermögensberatung und -verwaltung ist beispielsweise heute unterhalb von 5 Millionen Euro kaum noch machbar, da die Haftungsrisiken unverhältnismässig sind und der Umfang der regulatorischen Anforderungen die Verwaltung normaler Vermögen durch Dritte nicht mehr wirtschaftlich zulässt. Ein anderes Beispiel ist die Einführung von Mindestordergrössen für Privatanleger bei Unternehmensanleihen. Ursprünglich 1.000 Euro nominal, dann 50.000 Euro nominal, dann 100.000 Euro nominal und am Ende sogar 200.000 Euro nominal. Doch welcher Privatanleger kann ein normales Portfolio diversifizieren, wenn er mindestens 200.000 Euro von einer einzigen Unternehmensanleihe kaufen muss?
In der ersten Amtszeit von Präsident Trump hat die amerikanische Finanzbranche bereits die erste Deregulierungswelle gesehen. In der aktuellen Amtszeit von Präsident Trump setzt das Weisse Haus noch eins drauf und befreit insbesondere die Banken von immer mehr Hindernissen, die ihr Geschäft belasten und ihre Fähigkeiten beeinträchtigten, die Wirtschaft mit günstigen Krediten zu versorgen. Der jüngste Vorstoss geht dahin, die Banken von den überbordenden Kapitalanforderungen zu befreien. Bei den Kapitalanforderungen gilt die Daumenregel: Je höher die Anforderungen, desto weniger Kreditvolumen steht der Volkswirtschaft zur Verfügung und je höher ist der Aufschlag für die Kreditzinsen. Gerade in Europa reitet die Politik auf diesem Thema immer noch herum und versucht die Banken noch stärker zu knebeln. Bern ist hier ein Vorreiter. Die Lex „UBS“ ist ein anti-wirtschaftliches Machwerk, das jeder Grundlage entbehrt.
US-Banken stehen vor massiven Gewinnsprüngen
Der neueste Vorschlag der Federal Reserve zielt darauf, die Kapitalreserven der Banken drastisch zu verringern. Eine Massnahme, die mit dem Weissen Haus abgestimmt ist und im Kern darauf abzielt, die Banken auf der einen Seite Basel III konform zu machen, aber auf der anderen Seite riesige Entlastungsmöglichkeiten einzuführen, die netto dazu führen, dass amerikanischen Banken jeder Grösse erheblich entlasten werden, indem sie in Zukunft wieder wie früher mehr ihres Eigenkapital für ihr Geschäft einsetzen dürfen und nicht als Puffer teuer an der Seite parken müssen.
Die grössten Entlassungen werden die Kleinbanken erhalten. Wer eine Bilanzsumme von weniger als 100 Mrd. US-Dollar hat (ja, das ist wirklich klein für eine amerikanische Bank), der muss in Zukunft 7,8 Prozentpunkt weniger CET1 (Common Equity Tier 1 = hartes Kernkapital) Kapitalanforderungen erfüllen. Das ist so, als wenn Ostern und Weihnachten zusammenfallen. Die Banken der Kategorie III und IV (100 bis 700 Mrd. US-Dollar) sollen eine Reduzierung um -5,2 Prozentpunkte erhalten. Bei Banken der Kategorien I und II - die systemrelevanten Banken und Banken mit einer Bilanzsumme von mehr 700 Mrd. US-Dollar - sollen die Kapitalanforderungen netto um -4,8 Prozentpunkt fallen.
Das wäre eine historische Erleichterung für die US-Banken, wie Sie am Beispiel von JPMorgan Chase (US1729674242) ablesen können. Die Kapitalfreisetzung würde mehr als 80 Mrd. US-Dollar (risikogewichtete Aktiva ca. 1,7 Billionen US-Dollar * 4,8 % = 81,6 Mrd. US-Dollar) auf einen Schlag betragen, was mehr als ein Vorsteuergewinn für ein gesamtes Jahr wäre. Das Kapital muss selbstverständlich nicht ausgeschüttet werden, sondern kann im Geschäft für neues Wachstum verwendet werden. Legt man eine normale Rendite zugrunde, die die Bank in der Vergangenheit erreicht hat, könnte der Gewinn pro Jahr problemlos um 14 Mrd. US-Dollar zusätzlich steigen.
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01.04.2026 - Mikey Fritz

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