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First Majestic Silver ist ein Schnäppchen

First Majestic Silver mit neuem Aktienrückkaufprogramm

 

Die derzeitigen Turbulenzen haben auch bei den Edelmetall-Minenaktien deutliche Blessuren hinterlassen. Und auch wenn das derzeitige risikoaverse Sentiment in Kombination mit Zwangsliquidierungen im Zuge von Margin Calls vorrangiger Treiber der Kurse ist, so ist doch ebenso klar, dass diese Phase auf Dauer schon allein deshalb nicht Bestand haben wird, weil irgendwann eben alle Margin Calls bedient bzw. die zugehörigen Assets verkauft sind.

Zudem entstand in den letzten Wochen auch der Verkaufsdruck auf die Kurse der Edelmetallförderer, weil es im Zuge des Nettings auch zu einem Verkauf von Gewinnpositionen kommt, um Verlustpositionen auszugleichen. Dies hat aber weder etwas mit der Attraktivität der Einzelaktie noch mit der Entwicklung der Edelmetalle als solche zu tun.

Eines der Unternehmen, die davon verstärkt betroffen sind, ist First Majestic Silver (CA32076V1031).

Vor 4 Wochen noch hatte das Unternehmen über seinen Geschäftsgang 2019 berichtet. Im Zuge dessen wurde angekündigt, die Produktion in der Del Toro-Mine zu stoppen und sich auf seine drei verbleibenden profitablen Minen zu konzentrieren.

Firmenchef Keith Neumeyer betonte damals, dass man in der Santa Elena -Mine die neue Erzmühle HIG (High-intensity Grinding) installiert habe, die einzige ihrer Art in Lateinamerika. Zudem war es möglich, durch Einführungen von Innovationen den konsolidierten Rückgewinnungsanteil von Silber auf 86 %, eine neue Rekordmarke, zu erhöhen. Zum 31.12.2019 verfügte das Unternehmen über Finanzmittel von 169 Mio. Dollar, nachdem es Ende 2018 noch 57 Mio. Dollar waren. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens betrug zudem 64,4 %!

Wie wir anlässlich der diesbezüglichen Berichterstattung am 19.02.2020 anmerkten, reagierte die Börse auf die Zahlen negativ, erholte sich aber im Anschluss darauf wieder deutlich. Erst im Zuge der Gesamtmarktturbulenzen ging es dann mit der Aktie steil bergab. Seither gab die Aktie von First Majestic von 9,72 Dollar am 20.02.2020 auf 5,66 Dollar aktuell und damit um 41,8 % nach.

 

First Majestic kurzfristig

 

Dies hat nun das Unternehmen dazu veranlasst, das laufende Aktienrückkaufprogramm zu verlängern. Dazu werden in den kommenden 12 Monaten bis zu 10 Mio. Stammaktien des Unternehmens zurückgekauft. Dies entspricht 4,77 % der per 13.03.2020 ausgegebenen knapp 210 Mio. Aktien.

 

First Majestic langfristig

 

Ein Blick auf den langfristigen Kursverlauf zeigt, dass der Ausverkauf der Aktie von First Majestic zwischenzeitlich das Konsolidierungstief vom November 2018 bei 4,59 Dollar unterschritten hat. Inwieweit diese charttechnische Verletzung dauerhafte Folgen hat, ist derzeit zwar nicht abzusehen.

Es sei jedoch daran erinnert, dass der Blick auf die mittelfristigen Perspektiven des Unternehmens nicht nur der Grund für das Unternehmen ist, seine eigenen Aktien zurückzukaufen. Dem liegt zudem die Abwägung zugrunde, ob ein Investment in die Produktion einem Investment in eigene Aktien vorzuziehen ist. Auf dem derzeitigen Niveau haben Keith Neumeyer und Co. ganz offensichtlich in die Unterbewertung der Perspektiven an der Börse investiert. Damit bestätigen sie einen Investment Case, der auch uns zu einer Aufnahme in unser Themendepot Basis- und Edelmetalle bewogen hat.

Und auch wenn wir im Zuge der Turbulenzen bei der Aktie ausgestoppt wurden, so bleiben die Perspektiven weiterhin intakt. Daran wird insbesondere dann zu erinnern sein, wenn sich die Wogen an den Kapitalmärkten wieder geglättet haben.

 

Fazit

 

First Majestic Silver zeigt mit dem verlängerten Aktienrückkaufprogramm seine Zuversicht in die Perspektiven des Unternehmens für die Aktionäre. Die im Februar kommunizierten erwartbaren Effizienzgewinne wurden bereits am 19.02.2020 unserer Ansicht nach nicht ausreichend gewürdigt und danach von den steigenden Gesamtmarktturbulenzen überlagert. Gleichwohl bleibt der Wert auf unserer Beobachtungsliste.

 

 

19.03.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 









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