GSK sichert sich eine Zulassung für ein neues Asthma-Medikament in den USA und Großbritannien, erntet an anderer Stelle aber auch einen Rückschlag
Kann GSK die Patentklippe umschiffen?
Noch bis zum Sommer fiel der Blick in die Zukunft bei GSK recht düster aus. Analysten und Aktionäre befürchteten das Auslaufen von wichtigen Patenten, ohne dass aus der Pipeline neue Impulse nachkommen. Die Lage hat sich aber zuletzt aufgehellt, was nun auch durch neue Zulassungen gekrönt wird.
Wie einer Unternehmensmeldung zu entnehmen ist, hat GSK (GB00BN7SWP63) von der US-Gesundheitsbehörde eine Zulassung für ein neues Asthmamedikament namens Exdensur erhalten. Am Montag erteilte auch Großbritannien dem Präparat seinen Segen und die Europäische Arzneimittelagentur sprach eine Empfehlung aus. In den wichtigsten Märkten steht das neue Medikament damit mehr oder minder in den Startlöchern.
Gerichtet ist es an Patienten ab zwölf Jahren mit einer bestimmten Form von Asthma. Für solche gibt es zwar bereits Medikamente von Anbietern wie Sanofi oder Roche. Solche müssen allerdings alle zwei bis vier Wochen verabreicht werden. Bei Exdensur reicht eine halbjährliche Verabreichung. Laut GSK handelt es sich um das erste Biologikum, welches für eine derartige Darreichungsform zugelassen wurde.
Eine weniger häufige Einnahme würde für die Patienten freilich eine klare Verbesserung der Lebensqualität bedeuten, sodass GSK sich im Konkurrenzkampf wichtige Argumente sichert. An der Börse brach allerdings keine Euphorie aus. Denn nahezu zeitgleich lehnte die FDA auch die Zulassung eines Medikaments zur Behandlung von chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen ab. GSK will dennoch daran festhalten und weitere Gespräche mit der Behörde suchen.
GSK mit Fortschritten und Rückschlägen
GSK verbucht sowohl Erfolge als auch Rückschläge in der Pipeline und die Aktie tappt aktuell ein wenig auf der Stelle. Es bleibt allerdings bei einem Plus von knapp 22 Prozent im Laufe der letzten sechs Monate und der Blick nach vorn hat sich klar aufgehellt. Zu hoffen ist, dass es noch weitere Erfolge zu vermelden geben wird und damit eine Patentklippe letztlich umschifft werden kann. Trotz der angesprochenen Vorteile bleibt aber noch offen, wie gut neue Medikamente vom Markt angenommen werden mögen.
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18.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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