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Die Anleger feiern eine Gerichtsentscheidung in Florida und schicken die Anteile von GSK und Sanofi im hohen Tempo aufwärts

Tausende Klagen wurden abgewiesen

NTG24 - Die Anleger feiern eine Gerichtsentscheidung in Florida und schicken die Anteile von GSK und Sanofi im hohen Tempo aufwärts

 

Bereits seit einer ganzen Weile gibt es in den USA Klagen rund um das Medikament Zantac. Nach Ansicht der Kläger soll dieses wohl für die Entstehung von Krebs verantwortlich sein. Zumindest in einem Bundesstaat werden die Streitigkeiten aber nicht vor Gericht ausgetragen werden.

Dem schob eine Richterin in Florida jüngst einen Riegel vor. Für Robin Rosenberg sind die bisher vorgelegten Klagen wissenschaftlich nicht fundiert und so wurden sie in ihrer Gänze zurückgewiesen. Es handelt sich um annähernd 2.000 Fälle, in denen Schadenersatz von den Herstellern GlaxoSmithKline (GSK) (GB00BN7SWP63) und Sanofi (FR0000120578) eingefordert wurde. Den Konzernen dürfte da ein Stein vom Herzen fallen, denn es ging um Milliarden.

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Werbebanner WikifolioIm Falle von GSK hätten im schlimmsten Fall bis zu 17 Milliarden USD an die Klägerinnen und Kläger ausgezahlt werden müssen. Bei Sanofi ging es zwar „nur“ um 8 Milliarden USD und damit um weniger als die Hälfte. Den französischen Konzern hätte dies aber mehr als deutlich belastet. Auch hier dürfte die Freude über die jüngste Entscheidung daher groß ausfallen. Allerdings handelt es sich unter dem Strich lediglich um einen Etappensieg.

Nicht ausschließen lässt sich nämlich, dass es in Zukunft neue Klagen kommen, die auf einem wissenschaftlich stabileren Boden stehen. Zudem bezieht die Entscheidung in Florida sich erst einmal nur auf eben diesen Bundesstaat. Ob das Ganze Vorbildcharakter für Kalifornien und andere US-Bundesstaaten hat, das bleibt derzeit noch abzuwarten. Fest davon auszugehen ist aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Bedingungen aber erst einmal nicht. Für die Anteilseigner bleibt damit auch ein gewisses Restrisiko bestehen.

 

Beste Laune bei den Aktien von GSK und Sanofi

 

Zumindest im gestrigen Handel ließen die Anleger sich von solchen Details aber nicht die Stimmung vermiesen. GSK zählte an einem eher schwachen Handelstag zu den größten Gewinnern an den Märkten. Hierzulande legte die Aktie des Pharmakonzerns um knapp acht Prozent auf 17,66 Euro zu. Das ist der höchste Kurs seit Anfang August und damit potenziell ein Ausbruch in Richtung Norden. Die Abstürze aus dem Sommer können bisher aber noch nicht ansatzweise ausgeglichen werden. Für blanke Euphorie ist es da bisher noch zu früh, was die Erfolge vor Gericht aber in keiner Weise schlechtreden soll.

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Bei Sanofi ging es derweil um 5,4 Prozent in die Höhe und auch hier wurden charttechnisch sehr positive Signale ausgesendet. Erstmals seit August konnte hier die Linie bei 90 Euro geknackt werden und per Schlusskurs pendelte die Aktie sich bei 90,57 Euro ein. Damit kann wieder ungefähr das Niveau vom Jahresbeginn erreicht werden, was im Krisenjahr 2022 leider keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Geht da noch was?

 

Die Anleger haben sich bei GSK und Sanofi schon mal in Lauerstellung begeben. Sollten weitere günstige Gerichtsurteile folgen, dürften die beiden Konzerne ihre Verluste aus den Sommermonaten vollständig wieder aufholen und damit ergibt sich ein mehr als ansehnliches Aufwärtspotenzial. Noch bleiben dabei manche Zweifel bestehen. Doch wer jetzt einsteigt, sicher sich letztlich die höchsten Chancen, um bei einem weiteren Durchbruch zu profitieren.

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Werbebanner EMH PM TradeEs kann nur jeder selbst entscheiden, ob es sich dafür lohnt, das nicht eben geringe Risiko eines weiteren Tiefschlags einzugehen. Grundsätzlich dürften die jüngsten Entwicklungen auch endlich wieder den Blick für andere Entwicklungen freimachen. Denn rein fundamental lief es bei den beiden Pharmakonzernen zuletzt alles andere als schlecht und die Sorgen rund um Zantac hielten die Kurse über Monate schwer zurück. Da gibt es auch unabhängig von den Gerichten durchaus gute Chancen, dass es von hier aus weiter aufwärts gehen wird. Das gilt besonders dann, wenn die aktuellen Zins- und Konjunktursorgen wieder etwas nachlassen sollten.

 

08.12.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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