GSK zieht bei Camlipixant die Reißleine, doch der Fokus der Anleger liegt ohnehin auf anderen Bereichen
Noch mehr Rückschläge sollte GSK sich nicht erlauben
Die GSK-Aktie segelt schon seit einer Weile auf hohem Niveau seitwärts und Ausbruchsversuche sind schon seit Monaten nicht mehr zu beobachten. Die Anleger warten darauf, dass es endlich Anzeichen für ein neues Blockbuster-Medikament gibt. Doch in der vergangenen Woche musste nun erst einmal ein kleiner Rückschlag verdaut werden.
Wie einer Unternehmensmitteilung zu entnehmen ist, hat GSK (GB00BN7SWP63) nach mauen Studiendaten die Entwicklung des Medikaments Camlipixant zur Behandlung von chronischem Husten eingestellt. Es zeichnete sich ab, dass das primäre Ziel einer signifikanten Verringerung der Hustenhäufigkeit schlicht verfehlt wurde. Die Wirksamkeit wird als begrenzt beschrieben.
Die GSK-Aktie gab daraufhin am Freitag zeitweise etwas nach, konnte sich jedoch letztlich wieder fangen und hierzulande auf gewohntem Niveau ins Wochenende ziehen. 22,36 Euro standen zu Handelsschluss am Freitag auf dem Ticker. Daran zeigt sich recht deutlich, dass die meisten Anleger auf andere Dinge schielen. Dort lassen Erfolgsmeldungen allerdings auch noch etwas auf sich warten.
Der neue Hoffnungsträger für GSK
Punkten will GSK in Zukunft besonders mit Krebsmedikamenten. Vor wenigen Tagen konnte die im Juni angekündigte Übernahme von Nuvalent für insgesamt 10,6 Milliarden US-Dollar über die Bühne gebracht werden. Es handelt sich um eine der größten Übernahmen der Unternehmensgeschichte, wovon die Verantwortlichen sich im besten Fall eine ganze Reihe von sogenannten Blockbuster-Medikamenten versprechen. Als solche werden Produkte bezeichnet, welche Umsätze jenseits von einer Milliarde Dollar erzielen.
Sollte GSK tatsächlich damit gesegnet werden, wäre es natürlich auch für die Anleger eine angenehme Angelegenheit. Doch es bleiben die gewöhnlichen Risiken aus dem Sektor erhalten. Studiendaten können auch das aussichtsreichste Projekt kippen lassen und selbst bei erfolgreichen Ergebnissen gibt es noch keine Erfolgsgarantie. Denn dann steht noch der Weg durch die Zulassungsbehörden bevor. Selbst Optimisten brauchen bei GSK momentan schlicht Geduld.
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21.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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