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Die Bafin weitet ihre Untersuchung bezüglich Gerresheimer aus und schickt den Aktienkurs damit noch weiter in die Tiefe

Die Aktie von Gerresheimer schmiert weiter ab

NTG24 - Die Bafin weitet ihre Untersuchung bezüglich Gerresheimer aus und schickt den Aktienkurs damit noch weiter in die Tiefe

 

Erst zu Monatsbeginn sorgte Gerresheimer für einen Schock an der Börse. Die ursprünglich für heute angesetzte Bilanzvorlage musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden, da es Hinweise auf Verstöße gegen Rechnungslegungsstandards durch einzelne Mitarbeiter gegeben hatte. Daraufhin wurde eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Sonderuntersuchung beauftragt und auch die Bafin hat das Unternehmen im Visier.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeLetztere weitet ihre Untersuchungen nun noch weiter aus, wie das „Handelsblatt“ zu berichten weiß. Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafür, dass bei Gerresheimer (DE000A0LD6E6) auch im Abschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 Fehler gemacht wurden. Bisher beschäftigte sich die Bafin vor allem mit sogenannten Bill-and-hold-Verträgen, bei denen Gerresheimer Umsätze und Gewinne zu früh gebucht haben könnte.

 

 

 

Nun steht auch der Vorwurf im Raum, dass es bei Abschreibungen auf den Wert der Schweizer Tochter Sensile Medical Unregelmäßigkeiten gegeben haben könnte. Vor rund zwei Wochen kündigte Gerresheimer an, 220 bis 240 Millionen Euro auf Technologie- und Entwicklungsprojekte sowie Vermögenswerte der US-Tochter abzuschreiben.

Die Bafin vermutet nun, dass solche Abschreibungen wohl schon deutlich früher absehbar gewesen sein dürften. Außerdem ist die Rede davon, dass in der Bilanz für das Jahr 2024 Leasingverbindlichkeiten und Entwicklungskosten fehlerhaft ausgewiesen sein könnten. Ob all diese Vorwürfe sich bestätigen mögen, bleibt freilich offen. Doch allein die Ausweitung der Untersuchung wird an den Märkten als Warnsignal verstanden.

 

Gerresheimer versinkt im Bilanz-Sumpf

 

Was genau bei Gerresheimer alles falsch gelaufen sein mag und welche Konsequenzen dies mit sich bringen mag, darüber soll an dieser Stelle nicht geurteilt werden. Klar erkennbar ist aber, dass es in der Vergangenheit die eine oder andere Unregelmäßigkeit gegeben hat. Daraus entsteht für Anleger ein massives Risiko. Es ist den Börsianern nicht zu verdenken, einen großen Bogen um die Gerresheimer-Aktie zu machen. Jene startete heute mit Verlusten von über fünf Prozent in den Handel und weitere die Verluste auf Monatssicht auf satte 42 Prozent aus.

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26.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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