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Glencore bekommt niedrige Rohstoffpreise zu spüren

Wertberichtigungen drücken Glencore ins Minus

NTG24 - Glencore bekommt niedrige Rohstoffpreise zu spüren

 

Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore (JE00B4T3BW64) meldete heute seine Ergebniszahlen, nachdem er Anfang des Monats bereits seine Produktionszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr mitgeteilt hatte.

Das Unternehmen schließt danach das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust von 404 Milo. US-Dollar ab. Grund dafür sind auch milliardenschwere Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar. Ohne die Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar hätte Glencore einen Gewinn von 2,4 Mrd. Dollar verzeichnet.

Glencore buchte eine Wertberichtigung von rund 1 Mrd. Dollar auf zwei seiner Kohleminen in Kolumbien, Prodeco und Cerrejon. Deren Produktion wird vor allem nach Europa verschifft. Dort leidet der Kohlemarkt unter den niedrigen Gaspreisen. Weitere Wertberichtigungen kamen auf das Ölgeschäft im Tschad und die afrikanischen Kupferproduktion hinzu.

CEO Ivan Glasenberg führte zu der Entwicklung aus: ,,Unsere Geschäftsentwicklung 2019 spiegelte die langwierigen und unsicheren Verhandlungen zu Handelsabkommen, die allgemein schwächeren Preise für unsere wichtigsten Rohstoffe und einige operative Herausforderungen beim Hochfahren und Entwickeln von Anlagen wider." Glencore will die Entwicklung des neuen Coronavirus und dessen Effekte auf das globale Wachstum und die Märkte genau verfolgen. Gegebenenfalls müsste die Geschäftsplanung von Glencore angepasst werden.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA ging um 26 % auf 11,6 Mrd. Dollar zurück, EBIT um 55 % auf 4,2 Mrd. Dollar. Der Betriebsgewinn (EBIT) aus dem Handelsgeschäft ging um 2 % auf 2,37 Mrd. Dollar zurück. Dies lag am unteren Rand der Langfrist-Spanne von 2,2 bis ging 3,2 Mrd. Dollar.

Sobald es die Cashflow-Generierung und die Bilanz erlauben würden, werde Glencore versuchen, ein neues Programm aufzusetzen. Gleichzeitig sollen der Verkauf von Rand-Aktivitäten und der Schuldenabbau fortgeführt werden. Ziel sei es, die Nettoverschuldung in die Spanne von 14 bis 15 Mrd. Dollar zu bringen. Aktuell liegt der Wert bei 17,6 Mrd. Dollar.

Trotz des Nettoverlustes für 2019 sollen die Aktionäre wie bereits 2018 eine Dividende von 20 US-Cent je Aktie erhalten.

 

Glencore

 

Die Aktie von Glencore befindet sich weiter im Prozess einer Bodenbildung, in dem die starken Gewinne aus dem Kursanstieg zwischen Anfang 2016 bis Anfang 2018 konsolidiert werden.

 

Fazit

 

Wertberichtigungen haben Glencore die Ertragsrechnung für 2019 verhagelt. Die Märkte reagieren allerdings nur mit einem kleinen Abschlag, da inzwischen viele Belastungen eingepreist sind. Dies gilt allerdings nicht für eine deutlichere Wachstumsverringerung in China. Wir betrachten das aktuelle Kursniveau von Glencore aber weiter als attraktiv und halten die Aktie deshalb auch weiterhin in unserem Themendepot Basis- und Edelmetalle.

 

 

18.02.2020 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 

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