Tagesbericht Gold vom 02.02.2026: Fallender Goldpreis - Weshalb neue Regeln an der Terminbörse Verkaufsdruck auslösten
Zwangsliquidationen verstärken beim Goldpreis kurzfristig den Abwärtsdruck spürbar
Der Goldpreis startet mit deutlicher Schwäche in die neue Woche und fällt zunächst weiter. In einem Umfeld wachsender Unsicherheit rückt der Goldpreis erneut in den Mittelpunkt der Marktdebatte. Die Kombination aus verschärften Handelsbedingungen an der Terminbörse und politischen Signalen aus den USA verstärkt die Nervosität spürbar. Während viele Anleger zunächst auf eine technische Konsolidierung hofften, zeigt sich zunehmend, dass politische Faktoren den Kurs stärker beeinflussen als zuvor.
Für Belastung sorgte vor allem die Ankündigung höherer Sicherheitsleistungen an der Terminbörse Chicago Mercantile Exchange. Die Maßnahme führte zum Wochenauftakt zu abruptem Kapitalbedarf und löste eine Welle von Zwangsliquidationen im Goldpreis aus. Viele Marktteilnehmer mussten Positionen reduzieren, wodurch der Verkaufsdruck deutlich zunahm. Parallel verstärkte sich die Unsicherheit über die geldpolitische Ausrichtung der USA: Die mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der Federal Reserve sorgt für Skepsis, da Warsh für eine harte Linie in der Inflationsbekämpfung, einen starken Dollar und restriktivere Liquiditätspolitik steht. Diese Kombination wirkt unmittelbar gegen den Goldpreis, weil sie Kapital tendenziell aus Gold (TVC:GOLD) treibt. Obwohl Zinssenkungen nicht vom Tisch sind, bleibt der Weg dorthin unklar – ein zentraler Unsicherheitsfaktor für den Goldpreis.
Der Goldpreis rückt ins Zentrum der Marktströmungen
Während Kryptowährungen hohe Verluste verzeichnen, gewinnt der Goldpreis wieder an Bedeutung als stabiler Wertanker institutioneller Investoren. Digitale Assets leiden unter massiven Vertrauensverlusten, wodurch traditionelles Sicherungskapital verstärkt Richtung Gold abfließt. Die Einschätzung von JPMorgan spiegelt diesen Trend deutlich wider: Die Bank warnt zwar vor kurzfristig überkauften Gold-Futures, hält jedoch am strukturellen Aufwärtsszenario fest und nennt langfristige Ziele im fünfstelligen Bereich. Entscheidendes Momentum liefert die relative Marktbreite, denn Gold weist gegenüber Silber und Bitcoin deutlich höhere Liquidität und Stabilität auf. Auch die expansive Fiskalpolitik vieler Staaten wirkt wie ein langfristiger Katalysator für den Goldpreis, da die fortschreitende Verwässerung der Währungen Kapital systematisch in physische Werte lenkt.
Technische Gesamtschau des Goldpreis zeigt ein ambivalentes Bild
Technisch bleibt der Goldpreis in einer Übergangsphase. Der Kurs notiert unter dem fallenden gleitenden Durchschnitt der kurzen Periode, was kurzfristig Schwäche signalisiert. Der übergeordnete Trend bleibt jedoch intakt, da der mittelfristige Durchschnitt weiter aufwärts zeigt und vom aktuellen Goldpreis bestätigt wird. Gleichzeitig liefert der MACD ein negatives Signal, das den Druck auf der Unterseite betont. Zusammengenommen entsteht ein Bild, das sowohl Chancen auf Stabilisierung als auch Risiken weiterer Rücksetzer offenlässt. Für erfahrene Marktteilnehmer bedeutet dies eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit – der Goldpreis bleibt trotz der jüngsten Turbulenzen ein zentraler Taktgeber im aktuellen Marktumfeld.
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02.02.2026 - Andreas Opitz

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