Honda schraubt den Betrieb des Joint Ventures mit Sony auf ein Minimum zurück, will das Ganze aber noch nicht ganz abwickeln
Es bleibt beim Sparzwang bei Honda
Bereits Ende März kündigten Honda und Sony an, die Entwicklung des Sony-Autos Afeela 1 mit integrierter PlayStation und weiteren Besonderheiten auf Eis zu legen. Die Zukunft des Joint Ventures steht seither unter einem großen Fragezeichen. Nun ließ Honda verkünden, den Betrieb auf ein Minimum herunterzufahren.
Das endgültige Aus folgt damit auf die Ankündigung aus dem März noch nicht. In einer gemeinsamen Stellungnahme ließen Sony und Honda (JP3854600008) mitteilen, den Betrieb stark zu reduzieren und Mitarbeiter des Joint Ventures zu Positionen in den eigenen Konzernen zuzuweisen. Dabei sollen auch persönliche Wünsche der Angestellten berücksichtigt werden.
Ganz begraben ist das Sony-Auto also noch nicht, auch wenn die Weiterentwicklung für den Moment gestoppt wurde. Es sollen nun weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit gefunden werden. Dazu könnte vor allem die Software gehören, deren Bedeutung mit zunehmender Verbreitung von autonomen Fahrsystemen in Zukunft schwer zunehmen könnte.
Der Rückzug bei Afeela ist vor allem ein Resultat der schwachen Entwicklungen von Honda. Der japanische Autobauer ist durch US-Zölle und ungünstige Entwicklungen auf dem chinesischen Markt unter Druck geraten. Mitte März teilte man mit, im laufenden Jahr zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mit einem Nettoverlust von umgerechnet 3,7 Milliarden Euro zu rechnen. Zuvor wurde noch ein Gewinn von 1,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Honda bleibt auf Sparflamme
Unter diesen Gegebenheiten ist der Handlungsspielraum von Honda doch eher eingeschränkt und auf Experimente möchte man sich nicht einlassen. Stattdessen konzentriert der Konzern sich auf lukrative Bereiche und zieht bei Modellen wie den für die USA angedachten Elektroautos Honda 0 SUV und Honda 0 Saloon den Stecker. Dass das Joint Venture mit Sony noch nicht vollständig abgewickelt wird, lässt einen Funken Hoffnung für die Zukunft erkennen. Als Argument für spontane Zukäufe reicht das den Anlegern aber freilich nicht aus.
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22.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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