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BYD, Hyzon, Nel ASA, Plug Power- Teil 2 der Rally der Wasserstoffwerte

Hyzon drängt an die Börse

 

Schon im ersten Teil über die Wasserstoffunternehmen, die vor allem im Automobilsektor aktiv sind, wurde Nikola Corp. (ISIN: US6541101050) sowie die Brennstoffzellenhersteller Ballard Power (ISIN: CA0585861085), Plug Power (ISIN: US72919P2020) und der Produzent Nel ASA (ISIN: NO0010081235) thematisiert. Im 2. Teil soll es nun um einen baldigen Börsenneuling und eine Alternative zum Wasserstoffhype gehen.

 

Hyzon- Motors

 

Das US-amerikanische Unternehmen möchte noch im 2. Quartal 2021 per SPAC an die NASDAQ gehen. Der Fusionsvertrag mit der Decarbonization Plus Acquisition Corporation (ISIN: US2427972078) ist bereits unterzeichnet und soll dem Unternehmen Bruttoerlöse in Höhe von 626 Millionen US-Dollar in bar einbringen. Das Kapital soll primär für die ambitionierte Wachstumsstrategie und den Ausbau des Technologievorsprungs genutzt werden. Ziel des Unternehmens ist es, den Schwerlasttransportverkehr emissionsfrei zu gestalten. CEO Craig Knight sprach das Ziel aus, den bekannten Dieseltruck in 2 Jahren vom Markt verdrängen zu wollen. Auch wenn das Unternehmen bis jetzt noch keine Fahrzeuge ausgeliefert hat, hat das Unternehmen ein prall gefülltes Orderbuch vorzuweisen. Laut eigenen Angaben habe das Unternehmen Aufträge aus Australien, Neuseeland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Der nordamerikanische Markt soll spätestens Ende dieses Jahres erobert werden. Der neuste Auftrag umfasst eine Bestellung von 1500 Schwerlastkraftwagen für die neuseeländische Firma Hiringa Energy. Im Gegenzug baut Hiringa Energy das notwendige Wasserstoffversorgungsnetzwerk in Neuseeland auf. Da die Auslieferung aber bis 2026 erfolgen kann, ist Geduld gefragt bis man bei dem Unternehmen von einer eventuellen Erfolgsgeschichte ausgehen kann.

 

Chinesischer Alleskönner als Alternative

 

Auch wenn der Wasserstoffsektor ein enormes Potenzial hat und Experten der Branche bis 2050 ein Marktvolumen von 975 Milliarden US-Dollar zutrauen, schaffen es bisher keine Unternehmen, profitabel zu sein. Dies ist allerdings in einem Wachstumsmarkt nicht das Problem, doch sind die Kurs-Umsatz-Verhältnisse völlig irrational. Nimmt man als Beispiel Nel ASA, die 2020 einen Umsatz von 57 Millionen Euro erwirtschaftet haben und mit 3,5 Milliarden an der Börse bewertet werden, wird das ganze Ausmaß der Vorschusslorbeeren präsent. Alternativen mit guten Fundamentaldaten gibt es auch in Deutschland. Die Firma Linde (ISIN: IE00BZ12WP82) ist noch fair bewertet und kann neben den technisch anspruchsvollem Transport die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMöchte man mit seinem Investment mehrere Sektoren abdecken, dann lohnt sich ein Blick auf BYD (ISIN: CNE100000296). Das chinesische Unternehmen kombiniert die Bereiche IT, Automobil und erneuerbare Energien. BYD ist einer der größten Hersteller von aufladbaren Batterien, Nickelbatterien, Handygehäuse, Lithium-Ionen Batterien und Ladegeräten für Handys. Im letzten Jahr sorgte besonders die Automobilsparte für Furore. Die E-Autos können sich gerade im Heimatland China einen hohen Absatz erfreuen. BYD Auto erreichte 2020 zum 5. Jahr in Folge eine Wachstumsrate von über 100 % und Börsenlegende Warren Buffett entschied sich zur Mitte des Jahres seine BYD Position aufzustocken. Buffett und seine Holding Berkshire Hathaway (ISIN: US0846701086) erkannten schon früh das Potenzial des Unternehmens und investierten bereits im Jahr 2008 in Unternehmensanteile. Auch wenn BYD mit einem KGV von 126,8 und einem KCV von 29,115 nicht gerade günstig bewertet ist, ist die Aktie auch durch die Korrektur (-24,04 % in diesem Monat) interessant. In den ersten 9 Monaten 2020 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 13,5 Milliarden Euro. Zwar kommt Konkurrent Tesla (ISIN: US88160R1014) im selben Zeitraum auf einen Umsatz von 22,7 Milliarden Euro, doch bei BYD bleibt ein Nettogewinn von 440 Millionen Euro bestehen, während Tesla (bereinigt um Emissionszertifikate) immer noch keinen Gewinn vorweisen konnte. Für das Gesamtjahr 2020 prognostiziert BYD einen Nettogewinn von 540-590 Millionen Euro. Dies würde einer Steigerung um 180 % zum Vorjahr entsprechen und zeigt, dass die Wachstumsgeschichte noch in intakt ist.

 

01.03.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 









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