IPO: Czechoslovak Group mit beeindruckenden Zahlen
Im Vergleich zur Czechoslovak Group sieht Rheinmetall wie die Buchhalterversion aus
Das IPO der Czechoslovak Group wird ein Bombenerfolg werden. Nicht nur, weil Rüstung die Top-Equity-Story in Europa ist, sondern die CSG dem Branchenprimus Rheinmetall an der Börse Feuer unter dem Hintern machen wird.
Bei der Czechoslovak Group liegt die Betonung auf „Group“. Der tschechische Rüstungskonzern hat nicht nur zwei, drei Unternehmen unter seinen Fittichen, sondern mehr als 100 Unternehmen, wovon mehr als 30 Unternehmen in der Produktion tätig sind. Das angebotene Produktportfolio ist sehr breit aufgestellt und reicht von Munition aller Kaliber über Radarsysteme bis hin zu Geländefahrzeugen. Die Gruppe ist grob einzuteilen in die Geschäftsbereiche Verteidigung und Munition.
Am Mittwoch hat die CSG offiziell ihre IPO-Pläne vorgelegt. Ich hatte Sie bereits Ende November im Zürcher Finanzbrief 24/25 auf den bevorstehenden Börsengang aufmerksam gemacht. Die einzige Überraschung ist vielleicht für den einen oder anderen, dass sich die CSG die Börse Amsterdam für das IPO ausgesucht hat. Sicherlich spielte dabei die hohe Präsenz von Rheinmetall an der Börse Frankfurt eine Rolle, in dessen Schatten man nicht versauern möchte. Dazu besteht allerdings keine Sorge, wie ich gleich darstellen werde. Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Rüstungskonzernen: Im Gegensatz zu Rheinmetall hat die CSG mit dem 31-jährigen Milliardär Michal Strnad einen wichtigen Mehrheitsaktionär, der bei der Entwicklung des Konzerns aufs Gas tritt.
IPO der CSG wird das Highlight des 1. Quartals
Das Wachstum ist beeindruckend. Der Jahresabschluss für 2025 liegt noch nicht vor, aber in den ersten drei Quartalen erlöste man 4,49 Mrd. Euro. Ein Wachstum im Jahresvergleich von 82,4 %. Zur Einordnung: Der Branchenprimus Rheinmetall (DE0007030009) erlöste in den ersten neun Monaten deutlich mehr mit insgesamt 7,5 Mrd. Euro. Im Umsatzvergleich sind die Deutschen also derzeit 67 % grösser. Doch das Wachstum lag nur bei „mageren“ 20 %. Noch dramatischer fällt der Vergleich der Profitabilität aus. Hier gibt die CSG ein „bereinigtes“ EBIT von 1,10 Mrd. Euro an. Ein Plus von beachtlichen 77 %. Und Rheinmetall? Kommt „bereinigt“ nur auf 835 Mio. Euro und das Wachstum erreicht nur 18,6 %.
Die Übernahme von Kinetic wird eine grosse Rolle beim Wachstum spielen. Im Jahr 2024 hatte die CSG die Übernahme des amerikanischen Herstellers von Kleinwaffenmunition für Sportschützen, Jäger sowie Ordnungs- und Sicherheitskräfte angekündigt, dessen letzter Jahresabschluss einen Umsatz von 1,5 Mrd. US-Dollar auswies. Die Profitabilität von Kinetic lag bei der Übernahme im Rahmen des Gesamtkonzerns, was bei 27 % bis 28 % EBITDA-Marge einzusortieren ist. Man konnte die Übernahme allerdings erst im November 2025 nach viel Arbeit mit der Regulierungsbehörde für 2,2 Mrd. US-Dollar in bar übernehmen. Sicherlich ein wichtiger Grund, warum man nun frisches Kapital an der Börse aufnehmen will.
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15.01.2026 - Mikey Fritz

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