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Gerade einmal drei Monate hat es Infineon gekostet, sich die Genehmigung für eine neue Fab in Dresden zu sichern

Auch die finanzielle Unterstützung steht

NTG24 - Gerade einmal drei Monate hat es Infineon gekostet, sich die Genehmigung für eine neue Fab in Dresden zu sichern

 

Mitte November sorgte Infineon mit der Ankündigung für Aufsehen, in Dresden ein neues Halbleiter-Werk aus dem Boden stampfen zu wollen. Entstehen sollen dort Produkte für die Autoindustrie, IoT-Lösungen, Erneuerbare Energien und diverse andere Wachstumssegmente. Nach erfreulichen Quartalszahlen sah sich Infineon in einer guten Position, um massive Investitionen auf den Weg zu bringen.

Das neue Bauvorhaben hat es in der Tat in sich. Ganze fünf Milliarden Euro will Infineon (DE0006231004) dafür in die Hand nehmen, womit es sich nach Unternehmensangaben um die bisher größte Einzelinvestitionen in der eigenen Geschichte handelt. Wohl auch deshalb pochten die Verantwortlichen im Vorfeld darauf, dass die Umsetzung nur mit entsprechenden Subventionen stattfinden sollte, die in der Chipbranche mittlerweile schon fast zum guten Ton gehören.

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Bei den Behörden lässt man sich offenbar nicht lumpen und auch die EU beteiligt sich Medienberichten zufolge mit einem Betrag von einer Milliarde Euro. Noch dazu wurde kürzlich bereits die Genehmigung für einen vorzeitigen Projektbeginn erteilt. Bereits im kommenden Herbst soll nun der Bau starten und gegen Ende 2026 wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Sehr zur Freude von Infineon scheint man es in der EU sehr eilig damit zu haben, endlich mehr eigene Produktionsstandorte für Chips zu haben. Schließlich handelt es sich dabei schon heute um eine Schlüsseltechnologie, was sich in den kommenden Jahren kaum ändern dürfte. Da müssen Anleger sich wohl auch um die entsprechenden Förderungen keine allzu großen Gedanken machen.

 

Infineon setzt auf Wachstum

 

Ganz so rasant wie noch 2020 oder 2021 wächst die Halbleiterbranche derzeit zwar nicht und gerade im Endkunden-Segment lässt sich eine historische Schwächephase feststellen. Dieses Segment wird von Infineon aber kaum bis gar nicht bedient, während die Kunden aus der Industrie sich nach den wichtigen Chips unverändert die Hände lecken. Der Hersteller setzt damit klar auf Wachstum und bastelt schon seit etwas längerer Zeit an einem zusätzlichen neuen Werk in Malaysia.

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Werbebanner EMH PM TradeAls Anleger darf man da durchaus optimistisch sein, und genau das lässt sich auch schon seit einiger Zeit beobachten. Bereits mit der Ankündigung des neuen Werks ging die Infineon-Aktie in eine beeindruckende Erholung über, mit der sämtliche Verluste aus 2022 recht schnell ausgeglichen werden konnten. Noch immer hält das Papier sich auf hohem Niveau. Mit 36,09 Euro notierte es bei Handelsschluss am Donnerstag 11,6 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

 

Die Anleger sind nicht überrascht

 

Auf die nun einigermaßen überraschend erteilte frühzeitige Genehmigung für den neuen Standort in Dresden reagierten die Börsianer allerdings kaum. Die Infineon-Aktie lief in den letzten Tagen vornehmlich seitwärts mit einer allenfalls sehr dezenten Tendenz in Richtung Norden. Offenbar hatte aber niemand wirklich Zweifel daran, dass es mit den neuerlichen Plänen klappen wird und so wurde in dieser Woche mehr oder weniger nur das bestätigt, was schon seit einer ganzen Weile in den Kurs eingepreist ist.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDas ist auch nicht wirklich eine Enttäuschung, denn die Infineon-Aktie notiert so hoch wie lange nicht mehr und befindet sich noch immer in direkter Nähe zum 52-Wochen-Hoch, welches schon bei 36,93 Euro vorzufinden ist. Trotz einer Krise bei manch anderem Halbleiterunternehmen geht es dem Titel also blendend und auch die weiteren Aussichten fallen sehr freundlich aus. Oftmals segelt Infineon eher unter dem Radar, währen in Sachen Halbleiter US-Giganten wie Intel (US4581401001) für positive Schlagzeilen sorgen. Zumindest für den Moment scheint sich das aber ins Gegenteil zu verkehren. Doch so schön das für die Anteilseigner im Moment auch sein mag, ewig wird diese Welle der Euphorie auch hier nicht währen. Deshalb bleibt zu hoffen, dass Infineon auch mit den nächsten Quartalszahlen wieder punkten kann.

 

17.02.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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