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Überraschend lanciert JD.com den Online-Shop Joybuy in Deutschland, was nicht zuletzt in Bezug auf die Ceconomy-Übernahme Fragen aufwirft

Die Qualität des deutschen Auftritts von JD.com lässt noch zu wünschen übrig

NTG24 - Überraschend lanciert JD.com den Online-Shop Joybuy in Deutschland, was nicht zuletzt in Bezug auf die Ceconomy-Übernahme Fragen aufwirft

 

Seit Jahren schon versucht der chinesische Handelsriese JD.com, in Europa Fuß zu fassen, was bisher aber von wenig Erfolg gekrönt war. Um voranzukommen, kündigte der Konzern die Übernahme der MediaMarkt-Mutter Ceconomy an. Am Montag wurde dafür das offizielle Angebot an die Aktionäre verschickt. Nahezu zeitgleich startete allerdings auch eine Konkurrenzplattform namens „Joybuy“ in Deutschland.

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Jene war offensichtlich schon etwas länger in Vorbereitung und da die Übernahme von Ceconomy noch etwas Zeit in Anspruch nimmt, wollte JD.com (US47215P1066) das Ganze wohl nicht einfach beerdigen. Wirft man einen Blick auf die Qualität des Online-Shops, so bekommt man eine Ahnung, warum der Anbieter letztlich auf eine große Übernahme für Europa setzt. Denn an vielen Stellen lässt das Gezeigte noch zu wünschen übrig.

Das fängt schon damit an, dass ein Impressum bislang fehlt, was in Deutschland eigentlich fest vorgeschrieben ist. Nicht ohne Grund wird grundsätzlich davon abgeraten, bei Shops zu bestellen, die über kein Impressum verfügen. Eine Adresse des Anbieters ist lediglich in den Cookie-Richtlinien zu finden. Dort wird als verantwortlich „Jingdong Retail (UK) Limited“ genannt.

 

JD.com gibt kein gutes Bild ab

 

Abseits davon sorgt auch das Produktangebot für viele Fragezeichen. Zudem wirkt die Webseite etwas angestaubt und wenig benutzerfreundlich. Beschreibungen liegen teils auf Englisch oder in gebrochenen KI-Übersetzungen vor und laut „Handelsblatt“ gibt es auch einige seltsame Produktfotos. Als Beispiel nennt die Zeitung Dragierte Erdnüsse, bei denen eine geöffnete Packung auf dem Produktfoto zu sehen ist.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeJD.com teilte der Zeitung mit, dass Joybuy sich noch in einer Testphase befinde und man über das Feedback sehr dankbar sei. Jenes ermögliche es, das „Kundenerlebnis zu verfeinern“. Immerhin wurde das fragliche Produktbild zwischenzeitlich tatsächlich durch eine professionelle Aufnahme ersetzt. Allerdings sind die Schokonüsse zugleich als nicht mehr lieferbar gelistet.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen und unverbindlichen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

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03.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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