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Jenoptik-Aktie profitiert von starkem ASML-Ausblick für das Jahr 2021

Jenoptik-Aktie ist trotz guter Aussichten solide bewertet

 

Derzeit kann sich die weltweite Halbleiterindustrie über einen massiven Nachfrageboom freuen. So profitierte die Branche in Zeiten der Covid-19-Pandemie von der starken Nachfrage aus dem Bereich Konsumelektronik sowie bedingt durch den Home-Office-Boom vom hohen Absatz bei PC’s. Denn bislang verfügten viele Angestellte nur über ältere Computer samt Zubehör, die sich für den heutigen Arbeitsalltag nicht mehr als hinreichend leistungsfähig erwiesen haben. Diese erfreuliche Entwicklung spielt auch dem Thüringer TecDax-Konzern Jenoptik (ISIN: DE000A2NB601; WKN: A2NB60) in die Karten, da dieser für die Halbleiterausrüstungsindustrie, die vielerorts massiv ihre Kapazitäten ausbaut, einzelne Module, aber auch komplette Systeme liefert.

Nachdem am Mittwoch der niederländische ASML-Konzern (ISIN: NL0010273215; WKN: A1J4U4), der als ein führender Ausrüster der globalen Chipindustrie ein guter Gradmesser für die Verfassung der gesamten Branche ist, einen positiven Ausblick für das Jahr 2021 lieferte, gewann die Jenoptik-Aktie ebenfalls starken Auftrieb. So sieht das Großunternehmen vor allem eine starke Nachfrage nach Logikchips und eine Erholung im Segment der Speicherchips.

 

Jenoptik kommt anstehende Erholung in der Laserbranche ebenfalls entgegen

 

 

Ferner ist Jenoptik in vielen Bereichen der Laserindustrie positioniert, die mittelfristig bei vielen Produktionsprozessen aufgrund ihrer technischen Vorteile zum Einsatz kommt und kurzfristig von der wieder steigenden Investitionsbereitschaft vieler Firmenkunden profitiert. Entsprechend wächst auch gerade die Zuversicht an der Wall Street, dass die Branche mittelfristig wieder massiv an Fahrt aufnimmt, weshalb auch das Investoreninteresse zuletzt wieder spürbar zulegte. Mit der jetzt angestrebten Übernahme des US-Laserquellenherstellers Coherent (ISIN: US1924791031; WKN: 864089) durch das kalifornische Unternehmen Lumentum Holdings (ISIN: US55024U1097; WKN: A14WK0) dürfte die Branche noch stärker in den Fokus rücken, was auch dem Anteilschein von Jenoptik weiteren Auftrieb verleihen dürfte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeKonzernweit beliefert Jenoptik aber auch Branchen wie die Automobilindustrie, die in 2020 aktuell noch unter der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage unter Druck stehen. Entsprechend dürfte Jenoptik in der vergangenen Zwölfmonatsperiode einen Umsatzverlust von rund 10 % und einen Rückgang des Nettogewinns von circa 38 % verzeichnet haben. Dank der positiven Rahmenbedingungen für die Halbleiterbranche sollten die Thüringer im Jahr 2021 laut den Konsensschätzungen der Analysten bei den Erlösen um 17 % und bei dem Reingewinn um 62 % zulegen, womit die Corona-Delle in 2020 mehr als ausgeglichen werden dürfte. Da die Aussichten nach Einschätzung der Experten auch für das Jahr 2022 positiv bleiben, ist der Titel für spekulativ orientierte Anleger durchaus interessant.

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21.01.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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