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Vor einem schwedischen Gericht kann sich Klarna gegen Google durchsetzen und eine rekordverdächtige Summe an Schadenersatz geltend machen

Die Klarna-Aktie reagiert nur kurz mit einem größeren Kurssprung

NTG24 - Vor einem schwedischen Gericht kann sich Klarna gegen Google durchsetzen und eine rekordverdächtige Summe an Schadenersatz geltend machen

 

Jahrelang präsentierte Google in den Suchergebnissen bevorzugt Ergebnisse des eigenen Preisvergleichs. Diese Praxis wurde längst beerdigt und heute gibt es größere Bedenken darüber, wie KI-Übersichten das Verhalten der Nutzer beeinflussen mögen. Doch die Vergangenheit wird vor Gericht noch munter breitgetreten.

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Als Opfer des Vorgehend von Google sah sich auch der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna (GB00BMHVL512) an. Dessen Tochter PriceRunner wurde nach eigener Ansicht systematisch benachteiligt und durch das frühere Verhalten des Suchmaschinenbetreibers sollen 2,1 Milliarden Euro an Gewinnen verlorengegangen sein. Genau diese Summe wollte man sich vor Gericht zurückholen und bekam nun zumindest teilweise recht.

Das schwedische Patent- und Marktgericht hat Klarna Schadenersatz von 14,3 Milliarden Schwedischen Kronen zugesprochen, was umgerechnet etwa 1,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Klarna berichtet selbst über 1,97 Milliarden Dollar, die inklusive Zinsen zusammenkommen. Die Kompensation scheint also nicht weit entfernt zu sein vom ursprünglichen Ziel.

 

Google wehrt sich gegen Klarna

 

Allerdings will Google das nicht einfach auf sich sitzen lassen und kündigte bereits an, rechtliche Schritte prüfen zu wollen. Argumentiert wird damit, dass die Suchergebnisse schon vor Jahren angepasst wurden. Ob und wie viel Umsatz der Klarna-Tochter entgangen sein mag, darüber gehen die Meinungen weiterhin auseinander. Ganz durch ist das Thema noch nicht.

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Die Anleger feierten die Gerichtsentscheidung dennoch und die Klarna-Aktie konnte am Mittwoch kurzzeitig um rund sieben Prozent zulegen. Allerdings ließ die Stimmung im späteren Handel schon wieder merklich nach. Aus dem Handel ging es mit 20,44 Dollar und damit letztlich nur ein Prozent höher als tags zuvor. Google sträubt sich noch und selbst wenn es damit scheitern sollte, wäre es für Klarna letztlich nur eine einmalige Zuwendung. An den generellen Wachstumsaussichten würde sich nichts weiter ändern.

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03.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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