Ein Insiderkauf hilft der abgestürzten Aktie von Klarna endlich auf die Sprünge, doch neue fundamentale Signale ergeben sich daraus nicht
Klarna hat viel von seinem einstigen Glanz verloren
Der Börsenstart von Klarna im vergangenen Herbst verlieft recht fulminant. Der schwedische Zahlungsdienstleister galt als großer Anwärter darauf, dem bisherigen Platzhirsch PayPal den Rang ablaufen zu können. Punkten konnte man mit allerlei Innovationen, welche die Konkurrenz sich letztlich abschaute. Ein größeres Kompliment der Mitbewerber kann es wohl kaum geben.
Allerdings konnte die fundamentale Entwicklung damit nicht ganz Schritt halten. Schnell machte sich Ernüchterung breit, was schließlich in enttäuschenden Quartalszahlen gipfelte. Mitte Februar informierte Klarna (GB00BMHVL512) zwar über neue Umsatzrekorde. Gleichzeitig musste aber ein Nettoverlust von 26 Millionen US-Dollar gemeldet werden. Die Aktie rutsche daraufhin bis auf ihr bisheriges Allzeit-Tief bei 12,50 Dollar.
Mit einer Erholung tat die Klarna-Aktie sich recht schwer. Am Freitag kam nun endlich etwas Tempo in die Angelegenheit, als es mit dem Kurs um 8,8 Prozent bis auf immerhin 15,91 Dollar in die Höhe ging. Ausschlaggebend dafür waren allerdings keine Aussichten auf Gewinnsprünge. Viel mehr wird die Aktie von Insiderkäufen getragen. Im Management scheint das Vertrauen auf eine rosige Zukunft noch vorhanden zu sein.
Klarna: Zugeschlagen!
Wie „Der Aktionär“ berichtet, hat bei Klarna Michael Moritz zwischen dem 3. Und 11. März rund 3,5 Millionen Aktien mit einem Wert von 50 Millionen Dollar erworben. Moritz bekleidet das Amt des Chief Product & Design Officers und ist zudem Vorsitzender des Board of Directors. Es handelt sich also um ein hohes Tier, welches eigene Mittel im großen Stil einsetzt und damit seine Überzeugung hinsichtlich künftiger Wachstumspläne ausdrückt.
Das ist für die Anleger ein wichtiges Signal, aber noch keine zwingende Trendwende. Vermuten lässt sich vielleicht, dass Moritz etwas weiß, was den Anlegern noch verborgen bleibt. Doch würde die jüngste Investition auf solchen Informationen fußen, wäre es aber natürlich aus rechtlicher Sicht ein wenig problematisch. Anzusehen ist das Ganze daher erstmal nur als Vertrauensbeweis, was am Freitag durchaus auch weitere Anleger inspirierte.
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17.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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