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Klöckner & Co. verzeichnet dank positiver Stahlkonjunktur eine regelrechte Gewinnexplosion

Extrem niedrige Bewertung

NTG24 - Klöckner & Co. verzeichnet dank positiver Stahlkonjunktur eine regelrechte Gewinnexplosion

 

Dem Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co. SE (DE000KC01000) spielt der gegenwärtige Boom am Stahlmarkt massiv in die Karten. Dies geht auch aus den jüngst kommunizierten Q1-Zahlen hervor, welche von den Rheinländern am Donnerstag publiziert wurden. Zwar ging der Stahlabsatz im Zeitraum von Januar bis März gegenüber der Vorjahresperiode von 1.365 Millionen Tonnen auf 1.287 Millionen Tonnen zurück. Dank der weitaus höheren Preise wurde dennoch eine Umsatzsteigerung von 1.45 Milliarden auf 1.53 Milliarden Euro realisiert, was einem Zuwachs von knapp 6 % entspricht.

Besonders beeindruckend war aber insbesondere der fulminante Ergebnissprung, was an den deutlich höheren Margen liegt, die aufgrund der aktuellen Preisentwicklung auf den relevanten Stahlmärkten realisiert werden können. So erwirtschaftete Klöckner & Co. im ersten Quartal ein EBITDA von 130 Millionen Euro vor wesentlichen Sondereffekten, womit exakt das obere Ende der firmeneigenen Prognose von 110 Millionen Euro bis 130 Millionen Euro getroffen wurde. Beim Nettogewinn legten die NRWler gleichzeitig auf 85 Millionen Euro oder 0.85 Euro je Aktie zu, nachdem im Vorjahresquartal nach Steuern noch ein Verlust von 21 Millionen oder 0.21 Euro je Anteilschein angefallen war.

 

Klöckner liefert starken Ausblick für das zweite Quartal

 

Wegen der anhaltend guten Lage am Stahlmarkt und zusätzlich erfolgreichen Kostensenkungsmassnahmen stellt der noch amtierende Klöckner-CEO Gisbert Rühl für das zweite Quartal jetzt ein EBITDA vor wesentlichen Sondereinflüssen in Höhe 130 Millionen Euro bis 160 Millionen Euro in Aussicht, womit eine weitere Ergebnisverbesserung auch beim Nettogewinn je Aktie ausserordentlich wahrscheinlich ist. Entsprechend dürften die bisherigen Analystenprognosen, welche für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 1.13 Euro rechnen, bedeutend zu konservativ sein, nachdem bereits in Q1 allein ein EPS von 0.85 Euro erwirtschaftet wurde. Vielmehr erwarten wir, dass die Experten in den kommenden Tagen ihre Schätzungen massiv nach oben revidieren müssen, was der Aktie weiteren Auftrieb verleihen dürfte.

 

 

Aufgrund der volatilen Lage am Stahlmarkt kann derzeit nicht genau prognostiziert werden, wie lange der Boom am Stahlmarkt anhält. Entsprechend halten wir uns bei der eigenen Schätzung des 2021er-KGVs noch zurück und gehen sicherheitshalber von niedrigeren Gewinnen in der zweiten Jahreshälfte aus. Dennoch stufen wir aktuell ein 2021er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4 bis 5 als realistisch ein, womit der Titel derzeit gemessen an dieser Kennziffer sehr günstig bewertet wird. Auch wenn Klöckner & Co. auf Dauer auch wieder schlechtere Zeiten erleben wird, so sind wir davon überzeugt, dass sich die Westdeutschen dank der Effizienzmassnahmen und der erfolgreichen Digitalisierung des Geschäftsmodells strukturell auf einem positiven Weg befinden, der auch weiteres Kurspotenzial bei der Aktie zulässt.

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30.04.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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