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Klöckner begeistert mit Anhebung der Ergebnisprognose gleich mehrere Analysten

Umsatzsprung im April

 

Dank des massiven Stahlbooms laufen die Geschäfte innerhalb der Branche blendend. Hiervon profitiert auch der Stahlhändler Klöckner enorm, der jetzt für das zweite Quartal ein signifikant höheres Ergebnis in Aussicht stellt.

In den vergangenen Monaten konnten wir gleich mehrfach über Prognoseanhebungen beim Stahlhändler Klöckner (DE000KC01000) berichten, welcher seit Ende vergangenen Jahres massiv vom weltweiten Boom bei der Stahlnachfrage und den gleichzeitig massiv anziehenden Preisen für den Grundstoff profitierte. Entsprechend war es für Marktbeobachter keinesfalls überraschend, dass die Duisburger jetzt ihre Erwartungen für den bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen für das zweite Quartal anheben konnten. Allerdings revidierten die NRWler laut einer Unternehmensmitteilung ihre Schätzungen gleich von einer Spanne von 130 Millionen bis 160 Millionen Euro auf nunmehr 260 Millionen bis 290 Millionen Euro so stark nach oben, dass sich gleich mehrere Analysten begeistert über den neuen Ausblick zeigten.

So schraubte beispielsweise das renommierte Analystenhaus Kepler Chevreux sein Kursziel in einer unmittelbaren Reaktion auf die Firmenmeldung von 14.00 Euro auf 15.50 Euro nach oben, mit der Begründung, dass die Bedingungen für den weltweiten Stahlmarkt weiterhin sehr vorteilhaft geblieben seien. Auch wir bleiben für die Klöckner-Aktie, die sich übrigens in unserem spekulativen Musterdepot befindet, optimistisch gestimmt, wobei wir im Rahmen unserer Berichterstattung bereits mehrfach darauf hingewiesen haben, dass wir die Analystenschätzungen bislang als konservativ einstufen und unter anderem im März (vgl. ZT 11/2021) anmerkten, dass positive Überraschungen seitens der Rheinländer durchaus zu erwarten sein.

 

Klöckner wird von vielen Marktteilnehmern aktuell noch immer unterschätzt

 

Die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal will Klöckner am 10. August 2021 präsentieren. Gleichzeitig dürften die Westdeutschen ihre Erwartungen für den mittelfristigen Verlauf des operativen Geschäfts kommunizieren. Hierbei ist davon auszugehen, dass Klöckner zunächst konservative Erwartungen für die EBITDA-Entwicklung in Q3 veröffentlicht und diese Prognosen bei einer anhaltend guten Stahlkonjunktur dann abermals deutlich anhebt.

 

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAuch wenn der positive Nachrichtenfluss bei Klöckner nur so lange anhalten dürfte, wie der Stahlmarkt boomt, so bleibt die Aktie auch auf dem zuletzt deutlich gestiegenen Kursniveau ein attraktives Investment. Zwar erwarten die Analysten, dass sich das 2021er-KGV von geschätzt 5 im Geschäftsjahr 2022 auf 13 erhöht. Allerdings sind wir der Meinung, dass der Stahlboom auch weit bis in die kommende Zwölfmonatsperiode hinein anhalten könnte, weshalb sich diese Schätzungen als zu niedrig herausstellen könnten. Zudem erzielte Klöckner in den vergangenen Quartalen wesentliche Fortschritte bei der Digitalisierung des Geschäftsmodells, was auch für das kommende Jahr Effizienzsteigerungen und somit deutlich positive Ergebniseffekte erwarten lässt.

Eine konkrete Empfehlung zu dieser Analyse ist den Lesern des Zürcher Trends vorbehalten. Den Zürcher Trend und die zugehörigen Empfehlungen können Sie im Rahmen eines kostenlosen Probe-Abonnements ausgiebig testen.

 

10.06.2021 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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