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LPKF Laser erzielt weiteren Meilenstein für künftiges Wachstum

LIDE-Technologie soll zum Wachstumstreiber für LPKF werden

 

Bei der Erschließung von neuen Geschäftsfeldern schreitet das Technologieunternehmen LPKF Laser & Electronics (ISIN: DE0006450000; WKN: 645000) konsequent voran. Wie die Firma aus Garbsen bei Hannover mitteilte, ging am Donnerstag die erste Reinraumfabrik für die Produktion von Spezialglaskomponenten an den Start. In der neuen Anlage sollen Mikrobauteile und Komponenten im Rahmen der LIDE-Technologie Komponenten aus Dünnglas für die Halbleiter- und Elektronikindustrie gefertigt werden.

Das von den Niedersachsen entwickelte Laser Induced Deep Etching-Verfahren (LIDE) macht die präzise Bearbeitung von dünnsten Glasschichten möglich, ohne dass es hierbei zu Beeinträchtigungen bei der Oberfläche kommt. Mit dem neuartigen Verfahren können Bauteile, die vor allem in der Mikroelektronik-Industrie benötigt werden, gegenüber herkömmlichen Verfahren in der Regel deutlich schneller und effizienter produziert werden.

 

Erweiterung des Geschäftsmodells

 

Zunächst wird LPKF die Komponenten lediglich auf einer Fläche von 800 Quadratmetern produzieren, um die Dünnglasbauteile an Kunden auf der ganzen Welt zu liefern. Wie LPKF-CEO Götz Bendele bereits am 02.11.2020 im Interview mit NTG24.de erläuterte, rechnet die Firma bereits im kommenden Jahr mit der dauerhaften Etablierung der LIDE-Technologie in der Serienfertigung von vielen Bauteilen. Deshalb ist es folgerichtig, dass die zunächst überschaubare Anlage deutlich erweitert werden kann.

Mit dem jüngsten Schritt setzt die Gesellschaft den Ausbau ihres Geschäftsmodells um, was eindeutig auf Profitabilität und Wachstum getrimmt ist. So stellte der Vorstandsvorsitzende bereits im Gespräch mit NTG24.de Anfang November im Rahmen der mittelfristigen Firmenprognose bis zum Jahr 2024 einen Umsatz von 360 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von mindestens 25 % in Aussicht. Dies wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2019, als LPKF lediglich einen Umsatz von 140 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 13,7 % erzielte.

 

Aktie bleibt unverändert ein aussichtsreiches Investment

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm laufenden Geschäftsjahr wird LPKF aller Voraussicht nach, auch wegen der Corona-Flaute, einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Allerdings bringt der SDAX-Konzern neben LIDE viele weitere neue Innovationen auf den Markt, weshalb die Zielsetzung des Vorstands durchaus zu erreichen ist. Entsprechend notiert die Aktie trotz der diesjährigen Delle bei der operativen Geschäftsentwicklung in der Nähe ihres Zwölfmonatshochs.

 

 

An der Börse wird LPKF Laser mit aktuell knapp 600 Millionen Euro bewertet. Demgegenüber rechnen die Analysten im Konsens in 2022 mit einem Umsatz von 190 Millionen Euro bei einem EBIT von knapp 37 Millionen und einem Nettogewinn von 29 Millionen Euro. Hieraus resultiert ein geschätztes 2022er-KGV von knapp 22. Erreicht LPKF Laser seine Mittelfristprognose, so wäre ein mindestens doppelt so hoher Aktienkurs durchaus möglich.

 

04.12.2020 - Tim Rademacher - tr@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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