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Die Lufthansa-Tochter Eurowings zeigt sich trotz der nicht enden wollenden Krise im Nahen Osten optimistisch

Die Lufthansa sieht sich mit Blick auf den Kerosinbedarf gut aufgestellt

NTG24 - Die Lufthansa-Tochter Eurowings zeigt sich trotz der nicht enden wollenden Krise im Nahen Osten optimistisch

 

Allen wohligen Worten aus Washington zum Trotz deutet sich im Irankonflikt noch immer keine Entspannung an, von einem Frieden ganz zu schweigen. Stattdessen eskalierten die Dinge am Wochenende. Nachdem Israel Angriffe in der Nähe von Beirut flog, reagierte der Iran mit Raketenangriffen auf Israel. Was das für Friedensverhandlungen bedeuten mag, ist noch offen. An der Börse schießen die Ölpreise aber schon mal in die Höhe.

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Das ist auch für die Lufthansa (DE0008232125) nicht unproblematisch. Mancher Experte warnt gar davor, dass es durch die Blockade der Straße von Hormus im Sommer zu Engpässen bei der Versorgung von Kerosin kommen könnte. Die Tochter Eurowings sieht sich in dieser Hinsicht allerdings gut aufgestellt, wie Eurowings-Chef Max Kownatzki gegenüber der „FAZ“ verriet.

 

 

 

Die Versorgung mit Kerosin für den Sommer sei stabil und man wisse bereits, dass es keine Flugstreichungen aufgrund von fehlendem Treibstoff geben wird. 75 Prozent des eigenen Bedarfs habe man bereits vor dem Irankrieg aus Regionen abseits der Golfregion bezogen. Nun bemüht sich das Unternehmen nach eigener Aussage darum, weitere Bezugsquellen zu erschließen. Importiert wird unter anderem aus Amerika und Afrika und nach der angekündigten Freigabe der EU für Jet-A-Kraftstoff könnte die Lage sich weiter entspannen.

 

Lufthansa: Eurowings hat dennoch den Sparstrumpf an

 

Hinsichtlich der Nachfrage versprüht Eurowings ebenfalls Optimismus. Zwar dürften in der Sommersaison nach Einschätzhung von Kownatzki weniger Passagiere in Richtung Osten unterwegs sein und nach Dubai wird man in den kommenden Monaten wohl überhaupt keine Urlauber befördern. Dafür steige aber das Interesse nach Flügen in die entgegengesetzte Richtung. Buchungen für Mallorca lägen neun Prozent über jenen aus dem Vorjahr. In den Ferien wird mit über 400 Flügen wöchentlich auf die spanische Insel gerechnet. Zudem werde auch die Kapazität für Flüge in Richtung Portugal aufgestockt.

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Trotz allem besteht bei Eurowings aber dennoch ein gewisser Sparzwang. Denn auch wenn genügend Kerosin vorhanden ist, so bekommt die Airline die höheren Preise eben doch zu spüren. Weitergeben lässt sich dies nur zum Teil in Form höherer Ticketpreise. Aus diesem Grund steht derzeit vieles auf dem Prüfstand. Ob alle 14 Basen in Europa beibehalten werden (können), das wollte man auf Nachfrage der FAZ nicht bestätigen. Mitteilen ließ der Konzernchef lediglich, in Berlin ausbauen zu wollen. Dort reduzierte zuvor Ryanair seine Kapazitäten.

Um dies stemmen zu können, sind Einschnitte an anderer Stelle wohl kaum auszuschließen. Genaueres konnte oder wollte Eurowings bislang aber noch nicht mitteilen. „Die Überprüfung läuft“, ließ Eurowings-Chef Kownatzki zu diesem Thema lediglich wissen. Hoffnungen auf geringere Ticketpreise müssen Reisende sich indes eher nicht machen. Das operative Ergebnis soll im laufenden Jahr bereits geringer ausfallen. Auch wenn zu Anfang Juli die geringere Ticketsteuer greift, sei eine Preisreduktion nicht umsetzbar.

 

Die Lufthansa im roten Bereich

 

Ansteckend auf die Anleger wirkt die Zuversicht bei Eurowings aktuell leider nicht. Erneute Eskalationen im Nahen Osten schickten die Ölpreise am Montagmorgen aufwärts und die Aktie der Lufthansa reagierte darauf mit Abschlägen von 1,3 Prozent kurz nach Handelsbeginn. Ein wenig konnte der Titel sich vom Einbruch zu Anfang März zwar erholen. Höchststände aus dem Februar bei 9,54 Euro bleiben jedoch in weiter Ferne.

Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels musste die Aktie der Lufthansa sich mit einem Stand von 8,21 Euro begnügen. Zwar mag es beruhigend sein, dass durch die Problematik in Nahost wohl keine akuten Ausfälle drohen. Billiger wird es jedoch nicht und wie sich das Ganze auf die Nachfrage auswirken mag, lässt sich momentan noch nicht sicher feststellen. Die Börsianer bleiben daher weiterhin eher vorsichtig.

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08.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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