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Der Irankrieg trifft die Lufthansa wohl härter als gedacht und das Management schraubt bereits an Gegenmaßnahmen

Hohe Kerosinpreise treiben die Lufthansa in die Defensive

NTG24 - Der Irankrieg trifft die Lufthansa wohl härter als gedacht und das Management schraubt bereits an Gegenmaßnahmen

 

Bei Ausbruch des Irankriegs gab es zunächst noch Hoffnungen darauf, dass es zu einem schnellen Ende kommen könnte und die Folgen für die Wirtschaft sich in Grenzen halten könnten. Auch bei der Lufthansa übte das Management sich zunächst in Nüchternheit. Doch die Lage scheint sich zugespitzt zu haben und Medienberichten zufolge sollen nun Gegenmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBei einer virtuellen Mitarbeiterversammlung hat Konzernchef Carsten Spohr ankündigen lassen, zunächst 20 Flugzeuge am Boden zu lassen, was einer Reduzierung des Sitzplatzangebots um 2,5 Prozent entspreche. Falls nötig, könnte sich die Anzahl auf 40 Flugzeuge verdoppeln lassen. Die Lufthansa (DE0008232125) will auf die Folgen des Irankriegs früh vorbereitet sein. Betroffen sein sollen in erster Linie Flugzeuge, die ohnehin kurz vor einer Ausmusterung stünden.

Sorge bereiten der Lufthansa die Kosten für Kerosin. Zwar hat das Unternehmen sich nach eigenem Bekunden zu 80 Prozent gegen Preisschwankungen abgesichert. Allein die Deckung der restlichen 20 Prozent würden die jährlichen Kosten aber um 1,5 Milliarden Euro erhöhen. Ende 2025 wurden pro Gallone noch etwas mehr als zwei US-Dollar fällig. Zu Beginn dieser Woche waren es 4,62 Dollar.

 

Die Lufthansa denkt um

 

Die Lufthansa reagiert auch mit weiteren Maßnahmen auf die Krise. Kurzfristig sollen Flugzeuge neuen Gebieten zugeordnet werden und etwa in Richtung Afrika statt nach Tel Aviv oder Dubai fliegen. Die steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass dies auch ermöglicht wird. Denn wie Spohr weiter wissen ließ, würden mittlerweile einige Flughäfen aufgrund der Kerosinknappheit keine neuen Flugzeuge mehr akzeptieren.

Eingestehen musste die Lufthansa, dass die Krise größere Folgen als anfangs gedacht mit sich zieht. Die höheren Kosten sollen wohl über steigende Ticketpreise weitergereicht werden. Dies werde allerdings die Nachfrage negativ beeinflussen und aufgrund makroökonomischer Folgen des Krieges erwartet die Airline weitere negative Entwicklungen. Trotz des Gegenwinds will die Lufthansa an ihrer bisherigen Strategie festhalten und plant zumindest für den Moment auch nicht mit Anpassungen beim Personal.

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02.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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