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Mit einer frischen Übernahme will MTU Aero Engines sich Chancen im rapide wachsenden Drohnenmarkt sichern

Gelingt MTU Aero Engines damit der nächste Coup?

NTG24 - Mit einer frischen Übernahme will MTU Aero Engines sich Chancen im rapide wachsenden Drohnenmarkt sichern

 

Noch bis in den Februar gab es bei der Aktie von MTU Aero Engines nichts zu meckern. Der Hersteller von Triebwerken profitierte kräftig vom Boom in der Luftfahrt und die Aktie zog es immer weiter in Richtung Norden. Mit Beginn des Irankriegs endete die Rallye jedoch abrupt. Hohe Ölpreise, gesperrte Lufträume und weitere Entwicklungen ließen daran zweifeln, ob die Bestellungen der Flugzeughersteller in Zukunft weiter auf hohem Niveau bleiben würden.

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Darauf allein will sich MTU Aero Engines (DE000A0D9PT0) in Zukunft auch gar nicht verlassen. Am Mittwoch kündigte der Konzern an, das noch junge Unternehmen Aerodesignworks einverleiben zu wollen. Jenes entstand im Jahr 2011 als ein Ableger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Gegenüber dem „Handelsblatt“ erläuterte MTU-Chef Johannes Bussman die weiteren Pläne rund um die anvisierte Übernahme noch etwas genauer.

Angestrebt wird vor allem der Einstieg in den Markt für Drohnen-Antriebe im Verteidigungsbereich. Sowohl im Iran als auch in der Ukraine hat sich gezeigt, dass Drohnen in einem modernen Militär eine enorm große Rolle spielen. Die Fluggeräte sind vergleichsweise günstig herzustellen, erreichen aber beeindruckende Ergebnisse. In der Regel sind Abfangraketen, welche gegen Drohnen eingesetzt werden, ein gutes Stück teurer als die Fluggeräte selbst. Dementsprechend ist das Interesse groß und auch in Europa spielen Drohnen bei der Aufrüstung eine zentrale Rolle.

 

MTU Aero Engines setzt auf Skalierung

 

Von Aerodesignworks erwartet sich MTU vor allem das notwendige Knowhow, während man selbst seine Expertise als Konzern bei der Fertigung beisteuern möchte. Einfach ausgedrückt sollen die Designs des kleinen Unternehmens also in eine Serienproduktion überführt werden. Damit kennt sich MTU Aero Engines bestens aus und weiß nach eigener Aussage auch darum Bescheid, wie eine gleichbleibende Qualität in der Massenfertigung sichergestellt werden kann.

Die frische Tochter soll daher den Kern für einen neuen Geschäftsbereich bieten. Das Ziel lautet, mittelfristig sämtliche Antriebe im Portfolio zu haben, „vom Kampfjet bis zur Rettungsdrohne“. Dabei gehe es laut Bussmann auch um die europäische Souveränität in der Verteidigung. Aus Anlegersicht schafft MTU neue Chancen in einer Zeit, in der neue Rekordbestellungen von Airbus und Boeing längst keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Anleger scheinen den Vorstoß zu würdigen. Zwar spielte bei Kursgewinnen am Mittwoch zweifelswohne auch die Waffenruhe im Nahen Osten eine Rolle, durch welche die größten Sorgen im Segment gedämpft werden konnten. Mit Kursgewinnen von 6,6 Prozent schnitt die MTU Aero Engines-Aktie jedoch überdurchschnittlich gut ab. Das ist auch ein Hinweis darauf, dass die Aktionäre in der angekündigten Übernahme neue Chancen erkennen. Es dürfte aber etwas Geduld gefragt sein, bis sich das auch in den Bilanzen niederschlägt.

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10.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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