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E.ON mit höheren Gewinnen, HP enttäuscht mit dem Ausblick, Home Depot schneidet besser als befürchtet ab und MTU Aero Engines stürzt nach neuen Rekorden ab+

Die Berichtssaison geht langsam in den Endspurt und bringt dabei noch so manche Überraschung

NTG24 - E.ON mit höheren Gewinnen, HP enttäuscht mit dem Ausblick, Home Depot schneidet besser als befürchtet ab und MTU Aero Engines stürzt nach neuen Rekorden ab+

 

Zwar wird es auch im März noch einige Geschäftszahlen zu geben. Dennoch wird bei der laufenden Berichtssaison in dieser Woche mit Ergebnissen von Nvidia langsam der Endspurt eingeleitet. Im Vorfeld gab es zuletzt noch einige Ergebnisse aus der „zweiten Reihe“, welche an den Märkten sowohl für positive Überraschungen als auch Enttäuschungen und Abkühlung sorgten.

Überzeugen konnte der Versorger E.ON (DE000ENAG999) mit höheren Gewinnen. Wie das Unternehmen heute morgen mitteilte, konnte das bereinigte Ebitda im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 9,8 Milliarden Euro verbessert werden. Damit wurde das obere Ende der eigenen Prognosespanne erreicht.

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Die Aktie konnte darauf zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels noch nicht reagieren. Am Dienstag versprühten die Anteilseigner aber schon mal Vorfreude und es ging um 1,4 Prozent aufwärts. Mit den nun vorgelegten Ergebnissen und einer Erhöhung der Dividende von 0,55 auf 0,57 Euro je Aktie dürften die meisten zufrieden sein. Für Ernüchterung könnte allerdings die Tatsache sorgen, dass das bereinigte Ebitda im laufenden Jahr voraussichtlich auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro nachgeben soll.

 

HP bleibt vorsichtig

 

Der Ausblick war es auch bei HP (US40434L1052), welcher den Aktionären ein wenig die Stimmung verhagelte. Die Ergebnisse aus dem letzten Quartal können sich sehen lassen und liegen zum Teil über den Erwartungen der Analysten. Galoppierende Speicherpreise lassen das Unternehmen aber start daran zweifeln, dass die positive Entwicklung sich in diesem Jahr fortsetzen wird. Im Laufe von 2026 dürften die Lager sich langsam leeren und die Hersteller werden dann gezwungen, sehr viel teureren Speicher nachzukaufen.

In Aussicht gestellt wird von HP für dieses Jahr ein bereinigter Gewinn von 2,90 bis 3,20 US-Dollar je Aktie, womit man am unteren Ende der eigenen Erwartungen liegt. Der Free Cash Flow soll sich bei 2,8 bis 3 Milliarden Dollar bewegen. Das reicht den Anteilseignern nicht aus. Mit der Aktie ging es gestern im nachbörslichen Handel um fünf Prozent auf 17,30 Dollar abwärts. Damit scheint sich der Abwärtstrend weiter fortzusetzen, der seit Jahresbeginn die Kurse bereits um gut 18 Prozent in die Tiefe schickte.

 

Home Depot schlägt die Erwartungen

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBessere Neuigkeiten hatte die Baumarktkette Home Depot (US4370761029) im Gepäck. Dort hielten sich die Erwartungen aufgrund der von Zöllen und Inflation gebeutelten US-Verbraucher in engen Grenzen. Gelungen ist es dem Unternehmen aber nach eigenen Angaben, den Umsatz im bis Ende Januar laufenden Geschäftsquartal um 0,4 Prozent zu steigern. Analysten erwarteten bestenfalls eine Stagnation. Home Depot führt die Entwicklung darauf zurück, erfolgreich preisbewusste Kunden angesprochen zu haben.

Die Börsianer reagierten nicht euphorisch, würdigten die kleine Fortschritte bei Home Depot aber mit Aufschlägen von knapp zwei Prozent am Dienstag. Dadurch stieg der Kurs auf 384,48 Dollar und die Anfang des Jahres gestartete Erholung scheint sich fortsetzen zu können. Home Depot kann mit schwierigen Umständen offenbar deutlich besser umgehen, was auch den Ausblick etwas heller erscheinen lässt.

 

MTU Aero Engines: Absturz nach Rekord

 

Wer neue Rekorde sehen wollte, musste dafür nur in die Bücher von MTU Aero Engines (DE000A0D9PT0) blicken. Dank des anhaltenden Booms in der Flugbranche konnte der Turbinenbauer seinen Umsatz um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro steigern und das operative Ergebnis um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verbessern. Beim bereinigten Nettogewinn wurden 968 Millionen Euro und damit 27 Prozent mehr als im Jahr 2024 gemeldet. Das Unternehmen sprach vom besten Geschäftsjahr aller Zeiten.

Dennoch rutschte die Aktie gestern um 6,6 Prozent auf 371,10 Euro ab. Das führen einige Beobachter schlicht auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Aktie bereits im letzten Jahr einen starken Lauf hinlegte. „Sell the news“ scheint hier die Devise zu lauten. Einige Beobachter verweisen allerdings auch auf einen etwas mauen Ausblick beim Cashflow. Der soll im laufenden Jahr wohl bei 500 Millionen Euro landen, doch Analysten hatten sich im Vorfeld auf knapp zehn Prozent mehr eingestellt. Die Reaktion an der Börse zeigt durchaus, dass auch die Anleger sich etwas mehr erhofft hatten.

 

Tage der Wahrheit

 

Dass es bei Quartalszahlen und Aussichten immer wieder Überraschungen gibt, zeigt sehr anschaulich, dass auch die besten Analysten nicht in die Zukunft sehen können. Erwartungen müssen daher stets aufs Neue angepasst werden und auf Basis davon gilt es auch, das eigene Depot immer wieder neu zu bewerten. Dabei liefern die Zahlen zumindest für die nahe Vergangenheit ein schonungsloses Bild, welches die Unternehmen nicht schönreden können. Diese Gelegenheit wird dafür bei Ausblicken auf die Zukunft umso häufiger wahrgenommen.

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25.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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