Mittwoch ist Nvidia-Tag, Gewinneinbruch bei E.ON und Heidelberg Materials stagnierte 2025 - BÖRSE TO GO
Mittwoch ist Nvidia-Tag - der Börsentrend der kommenden Woche wird heute Abend entschieden
Mittwoch ist Nvidia-Tag. Das teuerste Unternehmen der Welt muss extrem hohe Erwartungen schlagen, sonst droht eine Kurskorrektur nach Börsenschluss. Gewinneinbruch bei E.ON um -59 %. Auch für 2026 warnt der Versorger vor weiter sinkender Profitabilität. Heidelberg Materials stagnierte 2025, konnte aber den Gewinn wieder auf das Niveau von 2023 normalisieren.
Der Aktienhandel in Asien sieht eine freundliche Sitzung. Alle Benchmarks in der Region können steigen, wobei der KOSPI um 1,91 % kletterte und mit einem Schlusskurs von 6.083,86 Punkten die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten knackte. Der Nikkei 225 Index legte um 2,20 % auf 58.591,00 Punkte zu und der Hang Seng Index wird kurz vor Handelsende zeitweise 0,50 % höher gesehen. Der Terminmarkt ist jedoch zurückhaltend. Vor Börsenbeginn steht der DAX-Future (März) bei 25.089,00 Punkten (+0,11 %).
Während der DAX sich am Dienstag nach einem volatilen Start fast unverändert knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten einpendelte, sorgte die laufende Berichtssaison bei den Einzelwerten für erhebliche Dynamik. Auf der Gewinnerseite im Leitindex stach vor allem Continental (DE0005439004) hervor: Die Aktien schlossen bei 74,72 EUR und verbuchten ein starkes Plus von 3,55 %. Dicht dahinter folgte Symrise (DE000SYM9999), die mit einem Schlusskurs von 78,04 EUR um 2,96 % zulegten. Deutlich schmerzhafter verlief der Handelstag hingegen für die Anleger von Fresenius Medical Care (DE0005785802), wie gestern früh berichtet. Der Dialysedienstleister enttäuschte die Märkte mit seinem eher verhaltenen Gewinnausblick für das Jahr 2026, was das Papier auf 38,28 EUR drückte – ein Kursrutsch von -7,51 %, der die Aktie zum klaren Tagesverlierer machte. Auch MTU Aero Engines (DE000A0D9PT0) geriet nach Vorlage aktueller Geschäftszahlen unter die Räder und beendete den Tag bei 371,10 EUR (-6,64 %).
Für die positivsten Ausreißer des Tages sorgten jedoch Titel aus der zweiten und dritten Reihe, angetrieben von einer starken Stimmung im Halbleitersektor. Das SDAX-Unternehmen Elmos Semiconductor (DE0005677108) katapultierte sich nach einem Rekordumsatz und einem äußerst optimistischen Ausblick mit einem Kurssprung von 11,29 % auf 142,00 EUR geradezu nach oben. Diese Euphorie zog branchenweit Kreise und half auch Werten wie der im SDAX und TecDAX gelisteten SÜSS MicroTec (DE000A1K0235), die den regulären Handel mit einem beachtlichen Plus von 6,99 % bei 46,56 EUR beendete.
Die großen US-Benchmarks zeigten eine einheitlich positive Tendenz und ließen vorangegangene Verluste hinter sich. Der technologielastige Nasdaq 100 Index führte die Erholung an und schloss bei 24.977,04 Punkten mit einem Plus von 1,09 %. Der S&P 500 verzeichnete einen Anstieg von 0,77 % und beendete den Handel bei 6.890,07 Punkten, während der Dow Jones Industrial Average um 0,76 % auf 49.174,50 Punkte kletterte. Innerhalb der Benchmarks fielen mehrere Einzelaktien als deutliche Ausreißer auf. Im S&P 500 stach Keysight Technologies (US49338L1035) nachdrücklich hervor; die Aktie des Messtechnik-Konzerns schoss um +23,05 % auf 301,48 US-Dollar in die Höhe. Ebenfalls stark präsentierte sich Advanced Micro Devices (US0079031078). Das Halbleiterunternehmen, das sowohl im S&P 500 als auch im Nasdaq 100 gelistet ist, verzeichnete einen kräftigen Kurszuwachs von 8,77 % und beendete den regulären Handel bei 213,84 US-Dollar. Einen deutlichen Ausreißer nach unten bildete im S&P 500 hingegen das Logistikunternehmen Expeditors International of Washington (US3021301094), dessen Aktie einen spürbaren Abschlag von -7,22 % auf 138,83 US-Dollar hinnehmen musste.
Mittwoch ist Nvidia-Tag
Die Börse ist schon seit der vergangenen Woche unruhig. Die wichtigen Berichte für das Dezember-Quartal sind alle durch, die Federal Reserve hat deutlich gemacht, wo sie steht und was die Anleger erwarten dürfen, womit sich ein großes Vakuum bis Anfang April ergibt, wenn die Wall Street die Berichte zum 1. Quartal erwartet. Das einzige Großevent, das die Stille unterbricht, ist der heutige Nvidia (US67066G1040) Bericht zum 4. Fiskalquartal 2026, der nach Börsenschluss zur Veröffentlichung ansteht. Mit einer Marktkapitalisierung von 4,69 Billionen US-Dollar ist Nvidia das mit Abstand teuerste Unternehmen der Welt. Selbst innerhalb der Mag 7 ist Nvidia ein Ausreißer. Die Marktkapitalisierung ist beispielsweise doppelt so groß wie die von Amazon (US0231351067). Apple (US0378331005) liegt am dichtesten hinter Nvidia und wird mit 4,0 Billionen US-Dollar bewertet. Was sind die Mindesterwartungen für heute Abend? Ein Quartalsumsatz von 66,2 Mrd. US-Dollar (+68 %) und ein „bereinigter“ Gewinn von 1,54 US-Dollar je Aktie (+73 %). Alles darunter ist eine Enttäuschung. Für das neue Fiskaljahr 2027 liegen die Schätzungen bei lediglich 330,8 Mrd. US-Dollar Umsatz, was „nur“ noch einem Wachstum von 55 % entspricht. Stellt Nvidia nicht eine Wachstumsrate von mehr als 60 % für das Jahr in Aussicht, wird dies jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Kurskorrektur führen, da dies die AI-Sorgen der Anleger bestätigen würde.
Gewinneinbruch bei E.ON
Das Geschäftsjahr 2025 war alles andere als erfolgreich für E.ON (DE000ENAG999). Der Konzernüberschuss rutschte um -59 % in die Tiefe. Der Versorger sah seinen Konzernüberschuss von 5,56 Mrd. Euro auf 2,28 Mrd. Euro bzw. 0,66 Euro je Aktie sinken, nachdem der Umsatz leicht um -2 % auf 78,7 Mrd. Euro sank. Der Einbruch resultierte neben dem Umsatzrückgang vor allem aus dem deutlichen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge und dem gestiegenen Personalaufwand. E.ON selbst rechnet mit einem „bereinigten“ Konzernüberschuss von 3,0 Mrd. Euro gegenüber 2,9 Mrd. Euro im Vorjahr, was im Rahmen der angekündigten Prognose von 2,85 bis 3,05 Mrd. Euro liegt. Den „bereinigten“ Gewinn je Aktie sieht man bei 1,16 Euro nach 1,09 Euro im Vorjahr. Entscheidend für die Aktionäre: Man erhöht die Dividende auf 0,57 Euro je Aktie. Die Dividende wächst damit allerdings nur um bescheidene 4 %. Für das laufende Jahr macht man den Aktionären allerdings keine Hoffnung. Selbst auf „bereinigter“ Basis soll das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) von zuletzt 9,8 Mrd. Euro auf 9,4 bis 9,6 Mrd. Euro sinken.
Heidelberg Materials stagniert, wird aber profitabler
Wachstum hat Heidelberg Materials (DE0006047004) im vergangenen Jahr nicht erreicht. Man konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 konzernweit marginal von 21,2 Mrd. Euro auf 21,5 Mrd. Euro leicht verbessern, aber eine Veränderung um 1 % ergibt sich schon, wenn Feiertage anders liegen als im Vorjahr oder das Wetter sich anders gestaltet. Obendrein hat sich der Konzern damit nun im vierten Geschäftsjahr in Folge nur knapp über der Marke von 21 Mrd. Euro gehalten. Das durchschnittliche Umsatzwachstum seit dem Ende des Geschäftsjahres 2021 liegt bei 0,4 % p.a. Inflationsbereinigt ist das zudem ein Umsatzrückgang. Bei der Profitabilität konnte man sich jedoch im vergangenen Jahr wieder auf das Niveau von 2023 vorarbeiten. Man weist den Aktionären einen Gewinn von 1,94 Mrd. Euro bzw. 10,92 Euro je Aktie aus. Zum erwarteten Umsatzwachstum in 2026 äußerte man sich heute Morgen nicht, sieht aber die Profitabilität steigen. Zumindest auf „bereinigter“ Basis. Das „bereinigte“ Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) wird in einer Spanne von 3,40 bis 3,75 Mrd. Euro gesehen, nach 3,38 Mrd. Euro im Jahr 2025. Das „bereinigte“ RCO soll also zwischen 0,6 % und 11 % steigen.
Tagestermine
Die Entwicklung der Wirtschaftsleistung im 4. Quartal entspricht mit 0,3 % im Vergleich zum 3. Quartal den Prognosen der Ökonomen. Im 3. Quartal hatte das BIP stagniert.
Das Konsumklima im März brach hingegen unerwartet ein. Statt einer leichten Verbesserung von -24,2 Punkten auf -23,0 Punkte rutschte das Konsumklima auf -24,7 Punkte ab. Damit bleibt der Konsum in Deutschland weiterhin tief in der Defensive. Eine Krise, die sich bereits seit Ende 2021 hinzieht und die längste und tiefste Depression der Konsumenten seit Beginn der Statistik ist.
AMD Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten AMD Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu AMD Inc. - hier weiterlesen...
25.02.2026 - Mikey Fritz

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)





06.06.2026
01.06.2026
23.05.2026
22.05.2026