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Jinkosolar, Plug Power und BYD schwächer, TUI in der Analystenmangel

Welche Impulse bringt die Berichtssaison?

 

Die Aktienindizes liegen heute uneinheitlich bis leicht schwächer. Man kann es vielen Investoren auch nicht verübeln, dass sie nun auch einmal konkrete Geschäftszahlen sehen wollen. Denn Liquiditäts-Hausse ist das eine, ein funktionierender Business-Case das andere. Dieser ab dieser Woche anlaufende Prüfungs-Prozess dürfte einige Impulse in verschiedene Richtungen bringen.

Die Schweizer Großbank UBS hat sich diesbezüglich schon einmal in Stellung gebracht und erwartet bei der Aktie von TUI (DE000TUAG000) eher eine Ernüchterung und empfehlen die Aktie zum Verkauf. Zentral für die UBS-Analysten ist dabei die Frage, ob und wie viel freien Cashflow der Konzern in den kommenden 24 Monaten erwirtschaften kann. Möglicherweise wird die Fähigkeit dazu in der aktuellen Impfeuphorie überschätzt. Für die Erwartungsbildung dürfte auch die Plausibilität der Prognose des TUI-Vorstands für das Jahr 2022 werden. Die Aktie war bereits am vergangenen Freitag an ihrem mittelfristigen Aufwärtstrend von unten abgeprallt und hat den Abstand zu ihr mit dem heutigen Abschlag von 4,11 % auf 4,296 Euro weiter vergrößert.

Deutlicher abwärts geht es heute auch mit Jinkosolar (US47759T1007), die aktuell 7,77 % auf 35,71 Dollar abgeben. Damit bestätigt sich der Abwärtsimpuls, der die Aktie am vergangenen Freitag unter ihr bisheriges Korrekturtief vom 05.03.2021 fielen ließ. Nun droht ein Rückgang zumindest bis in den Unterstützungsbereich bei rund 32,30 Dollar. Die Quartalszahlen für das 1. Quartal 2021 konnten die Markterwartungen nicht erfüllen. Die Analysten bei Roth Capital senkten daraufhin das Kursziel von 59 Dollar auf 38 Dollar und das Votum von ,,Kaufen‘‘ auf ,,Halten‘‘.

Weiter im Korrekturmodus ist auch die Aktie von Plug Power (US72919P2020), die aktuell 10,09 % auf 29,03 Dollar verlieren. Damit hat sich zunächst einmal die Hoffnung auf eine Bodenbildung oberhalb der Marke von 30 Dollar verflüchtigt, und nebenbei wurde auch gleich noch ein Verkaufssignal generiert. Hier dürfte die Herabstufung durch die US-Großbank Morgan Stanley einiges dazu beigetragen haben. Dort hatte man das Unternehmen von ,,Übergewichten‘‘ auf ,,Gleichgewichten‘‘ gestuft und das Kursziel auf 35 Dollar gesetzt.

So weit ist es bei der Aktie von BYD (CNE100000296) allerdings noch nicht, auch wenn der Titel heute in Hongkong 2,68 % auf 170,4 HKD abgab. Der aktuelle Rückgang formt immer noch eine Bodenbildung, die aber oberhalb von 157 HKD abgeschlossen werden sollte. Im Vergleich zu anderen Peer-Titeln sind die Umsätze außerdem nicht wirklich hoch, wodurch die Signifikanz des Preisimpulses nicht gerade erhöht wird. Es bleibt also bei der Vermutung, dass BYD weiter daran ist, seinen Boden zu bauen.

 

Und was ist das Fazit?

 

Während der Nasdaq 100 am vergangenen Freitag einen Angriff auf das frühere Allzeithoch nur um Haaresbreite verfehlte, bleibt ein Doppeltop weiter im Bereich des Möglichen. Sollte dies eintreten, dürfte der Druck auf die Einzelwerte durch den Index zunehmen. Dies dürfte dann zum eigentlichen Stresstest für die Bodenbildung der Indexkomponenten, aber auch des Sentiments im Technologiebereich insgesamt werden. Parallel dazu könnten die Geschäftszahlen zu einer relativen Stärke bzw. Schwäche gegen die jeweiligen Indizes führen.

 

12.04.2021 - Arndt Kümpel - ak@ntg24.de

 









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