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Matterport digitalisiert die Immobilienwelt

Matterport im Aufwind - Aktie steigt kräftig nach dem SPAC-Deal

NTG24 - Matterport digitalisiert die Immobilienwelt

 

Matterport hat den SPAC-Deal erfolgreich abgeschlossen. Die Wall Street beginnt die Aktie jetzt zu akkumulieren. 

Der SPAC-Deal mit der Gores Holdings VI wurde Ende Juli erfolgreich abgeschlossen. Matterport (US5770961002) erhielt durch den Reverse-Merger insgesamt 640 Mio. US-Dollar an frischem Kapital und ist jetzt in der Lage, über das Listing an der Nasdaq bei Bedarf einfach und schnell mehr Kapital aufzunehmen, um das starke Wachstum zu finanzieren. 

Der Kick bei Matterport ist, dass die Digitalisierung des Geschäfts mit Immobilien gerade erst begonnen hat. Die klassischen Plattformen für den Verkauf von Immobilien arbeiten in der Regel noch mit Fotos, die mehr oder weniger professionell gemacht sind. Videos sind immer noch eindeutig in der Minderheit und werden in der Regel nur bei hochwertigen Objekten als Verkaufsmittel eingesetzt. 

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Werbebanner ClaudemusMit dem Matterport-System ist eine digitale Begehung der Immobilie vorab möglich. Die Hardware des Unternehmens, wo der Ursprung des Geschäfts liegt, ist darauf spezialisiert, 3D-Aufnahmen von Innenräumen zu erstellen. Ein Profi-Gerät mit einem entsprechenden Preis. Dank der schnell fortschreitenden Technik ist es inzwischen auch mit anderen Geräten möglich, exakte und tiefengenaue Darstellungen der Objekte zu erstellen. Selbst mit einem iPhone 12 sind inzwischen hochwertige 3D-Aufnahmen möglich. Die Software von Matterport fügt dann die einzelnen Aufnahmen zu einem digital begehbaren Gesamtobjekt zusammen, das in der Cloud der Gesellschaft abgelegt werden kann. 

 

Matterport wächst mit dem Immobilienmarkt

 

Makler und private Immobilienverkäufer machen den Löwenanteil der Kundschaft aus. Das Matterport-System wird eingesetzt, um die Kunden mit einer optimalen Darstellung der Immobilie zu überzeugen. Da die digitale Begehung jederzeit ohne Terminabsprache möglich ist, können die interessierten Kunden schnell entscheiden, ob das Objekt den eigenen Ansprüchen genügt und ob sich ein zeitaufwendiger Besuch vor Ort überhaupt lohnt. Das digitale Modell von Matterport ist dabei so genau, dass sie im besten Fall bis in den Millimeterbereich exakt ist. 

Doch es gibt noch viele weitere Anwendungsbereiche. Versicherungen setzten das Matterport-System gerne bei der Schadensbegutachtung ein. Anstatt einfache Fotos oder Videoaufnahmen von einer beschädigten Immobilie zu erstellen, wird ein komplettes 3D-Modell mit einem vergleichbaren Aufwand erstellt. Allerdings mit einem sehr viel höheren Nutzen, da die Aufnahmen hochauflösend und sehr exakt sind, entgeht den Gutachtern kein Detail und die Objekte können auch im Nachhinein noch beliebig oft begangen werden. 

 

Matterport Inc.

 

Facility-Manager setzen die Software ebenso gerne ein. Wartungs- und Reparaturarbeiten können im Vorfeld auf Basis der digitalen 3D-Modelle geplant und koordiniert werden. Dies gilt sowohl für externe Dienstleister als auch Betreiber von großen Ketten, die bisher regelmäßig die Filialen besuchen und begutachten müssen. 

Matterport gilt als SaaS Unternehmen, das seine Software nicht verkauft, sondern im Abonnement anbietet. Das Unternehmen lebt also nicht nur vom Wachstum des Neukundengeschäfts, sondern vor allem von den immer wiederkehrenden Umsätzen aus dem Abonnementgeschäft, das eine bemerkenswert hohe Marge von 78 % trägt. Die Zahl der Abonnenten stieg im 2. Quartal 2021 auf 404.000 nach 157.000 im Vorjahresquartal (+158 %). Die in der Cloud abgespeicherten Objekte stiegen im Jahresvergleich von 3,2 auf 5,6 Millionen in mehr als 150 Ländern weltweit. Der Umsatz im 2. Quartal stieg auf 29,5 Mio. US-Dollar, wovon 15,3 Mio. US-Dollar wiederkehrende Umsätze aus Abonnements waren. 

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Werbebanner ISIN-Watchlist Die Aktien von Matterport entwickeln sich seit dem SPAC-Deal am 22. Juli sehr positiv. Mit einem Kursplus von rund 47 % drückt die Wall Street ihr großes Interesse an dem Geschäftsmodell von Matterport aus und signalisiert gleichzeitig, dass man weiterhin großes Wachstum am Immobilienmarkt erwartet, da die Notenbanken die Zinsen tief und damit die Finanzierungskosten für den Bau und den Kauf von Immobilien niedrig halten werden. Und je höher die Umschlagsrate am Immobilienmarkt ist, desto mehr Nachfrage ergibt sich für das Matterport-System.

 

16.09.2021 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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