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Auf eine schwache Nachfrage im Kerngeschäft reagiert Mercedes-Benz mit mehr Engagement bei der Rüstung und den Anlegern scheint es zu gefallen

Mercedes-Benz will mit Drohnenabwehr punkten

NTG24 - Auf eine schwache Nachfrage im Kerngeschäft reagiert Mercedes-Benz mit mehr Engagement bei der Rüstung und den Anlegern scheint es zu gefallen

 

Die deutschen Autobauer stecken noch immer in einer handfesten Krise. Der Wachstumsmotor China fällt weitgehend aus, während die Nachfrage nach Elektroautos enttäuscht und die Konkurrenz immer stärker auftritt. Ein schneller Ausweg aus der Misere bietet sich nicht an. Daher ist es vielleicht keine schlechte Idee, sich nach neuen Horizonten umzusehen.

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Die Autohersteller treibt es dafür immer mehr in Richtung Rüstungsbranche. Wie „Der Aktionär“ berichtet, konnte nun auch Mercedes-Benz (DE0007100000) einen neuen Deal aus diesem Segment an Land ziehen. Zusammen mit Tytan Technologies arbeitet man an Anti-Drohnen-Fahrzeugen, welche auf Basis von Sprinter und G-Klasse entstehen sollen.

 

 

 

Damit trifft Mercedes-Benz freilich einen Nerv, denn sowohl der Ukraine-Krieg als auch der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zeigen deutlich, welche große Rolle Drohnen in der modernen Kriegsführung spielen. Sie sind vergleichsweise billig, legen große Entfernungen zurück und können in Schwärmen angreifen. Eine gute Verteidigung dagegen macht daher einen enormen Unterschied.

Bisher hat Mercedes-Benz lediglich eine Absichtserklärung unterzeichnet. Welche Umsätze sich daraus eines Tages ergeben mögen, darüber lässt sich daher nur spekulieren. Den Anlegern gefällt es aber offenbar, dass der Konzern die Rüstungsbranche für sich entdeckt und damit neue Wachstumsmöglichkeiten bietet. Die Aktie stieg heute kurz nach Handelsbeginn um 1,5 Prozent auf 48,26 Euro.

 

Mercedes-Benz erfindet sich neu

 

Notgedrungen ist bei Mercedes-Benz momentan einiges in Bewegung. Neue Modelle sollen wieder für mehr Begeisterung sorgen und Aktivitäten in der Rüstungsbranche könnten dabei helfen, Überkapazitäten wieder besser nutzen zu können. Viele Fragen bleiben offen, doch der Aktie könnte es schon guttun, wenn es wenigstens wieder die Perspektive für neues Wachstum gibt. Dafür wäre allerdings vermutlich mehr als nur eine Absichtserklärung gefragt.

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12.06.2026 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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