Mercedes-Benz feiert die Weltpremiere von GLE und GLS in Tuscaloosa und kündigt gleichzeitig weitere Milliardeninvestitionen für die USA an
Mercedes-Benz setzt weiter auf eine lokale Fertigung
US-Zölle haben vor allem die deutschen Autobauer heftig unter Druck gesetzt. Mercedes-Benz reagiert darauf mit einem schnellen und kräftigen Ausbau der Fertigung in den USA. Dort feierten in dieser Woche GLE und GLS Weltpremiere im Werk in Tuscaloosa und für die Zukunft hat der Konzern bereits weitere Pläne im Gepäck.
Bis zum Jahr 2030 will Mercedes-Benz (DE0007100000) mehr als sieben Milliarden US-Dollar in sein US-Geschäft investieren, davon allein vier Milliarden Dollar in Tuscaloosa, wie auf der Webseite des Unternehmens nachzulesen ist. Der US-Markt spiele eine tragende Rolle für den Erfolg des Konzerns mit 303.200 verkauften Autos und 40.000 verkauften Vans, heißt es in der Mitteilung.
Auch die nächste Generation des GLC soll wohl in Zukunft in den USA gebaut werden. Dabei handelt es sich um eines der beliebtesten Modelle von Mercedes-Benz. Das Unternehmen umgeht mit der lokalen Fertigung hohe Zölle, die sich aktuell auf 15 Prozent belaufen. Vor Trumps zweiter Amtszeit waren es lediglich 2,5 Prozent. Das drückt natürlich auf die Marge und der Ausbau der US-Fertigung soll in Zukunft wieder für Entlastung sorgen.
Aus Sicht von Mercedes-Benz ist es wahrscheinlich der einzig logische Schritt, insbesondere in den USA beliebte Modelle direkt vor Ort zu fertigen. Die Anleger kann das Unternehmen damit aber noch nicht in Ekstase versetzen. An der Börse können Widerstände in China sowie auf dem europäischen Heimatmarkt nicht einfach ausgeblendet werden. Die Aktie pendelte sich am Mittwochmorgen bei 53,52 Euro ein und blickte dort auf Abschläge von gut 13 Prozent seit Jahresbeginn.
Mercedes-Benz: Ungewisse Aussichten?
Mercedes-Benz scheint zu tun, was es kann, um mit gegenwärtigen Herausforderungen umgehen zu können. Leider hat das Unternehmen dabei aber längst nicht alles in der eigenen Hand. Der Iran-Krieg sorgt mit rasant steigenden Ölpreisen zu Sorgen um die Konsumstimmung und Hoffnungen auf einen baldigen Frieden sind noch eher vage. Die Hoffnung auf neue Chancen in den USA steht dadurch der großen Sorge vor einer global schwachen Entwicklung gegenüber.
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01.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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