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Aufgrund niedriger Verkaufszahlen soll Mercedes-Benz die Produktion des CLA L für China schon wieder gestoppt haben

China zeigt Mercedes-Benz weiter die kalte Schulter

NTG24 - Aufgrund niedriger Verkaufszahlen soll Mercedes-Benz die Produktion des CLA L für China schon wieder gestoppt haben

 

Mercedes-Benz hat viel Aufwand betrieben, um auf dem chinesischen Markt endlich wieder Fuß fassen zu können. Jahrelang war das Reich der Mitte ein Wachstumsgarant für den Stuttgarter Autobauer. Doch die Lage hat sich grundlegend verändert. Verbrenner sind immer weniger gefragt und die Kundschaft bevorzugt heimische Hersteller, die zuweilen mit besserer Software und mehr Komfortfunktionen punkten können.

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Durchstarten wolle Mercedes-Benz (DE0007100000) in Fernost wieder mit dem rein elektrischen CLA L, der speziell für China einige Anpassungen erhielt. Das Fahrzeug basiert auf der neuen MMA-Plattform und bringt das frische Betriebssystem MB.OS mit sich. Gegenüber westlichen Varianten fallen die Maße etwas länger aus und Passagiere auf der Rückbank, die in China eine gewichtige Rolle spielen, genießen höheren Komfort. Versprochen wird darüber hinaus eine Reichweise von bis zu 860 Kilometern und eine Zusammenarbeit mit ByteDance soll für eine reibungslose Integration von Apps und Diensten sorgen.

 

 

 

Doch all das scheint noch immer nicht auszureichen, um die chinesische Kundschaft wieder begeistern zu können. Laut einem Bericht des Blogs „mbpassion“ wurde die Produktion des CLA L für China wohl schon wieder gestoppt. Grund dafür sollen geringe Verkaufszahlen sein. Im ersten Halbjahr sollen gerade einmal 627 Exemplare des neuen Fahrzeugs verkauft worden sein.

 

Beißt Mercedes-Benz in China auf Granit?

 

Den Angaben zufolge startete der CLA in China bereits schwach ins neue Jahr. Im Januar konnten demnach nur 35 Einheiten neu zugelassen werden, im Februar ging es dann auf 21 verkaufte Fahrzeuge abwärts. Im März fiel das Interesse größer aus und es konnten 358 CLA L in China neu zugelassen werden. Allerdings ist das noch immer nicht wirklich beeindruckend und in den folgenden Monaten brachen die Absätze dann anscheinend schon wieder ein. Im Juni soll kein einziges Exemplar mehr den Besitzer gewechselt haben.

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Mercedes-Benz äußerte sich bisher nicht öffentlich zu alledem, weshalb Anleger momentan noch von einem Gerücht ausgehen müssen. Ob ausbleibende Verkäufe im Juni tatsächlich auf einen Produktionsstopp zurückzuführen sind, das ist für den Moment erst einmal nur eine Vermutung. Sollte jene sich allerdings bestätigen, könnte es Mercedes an der Börse weiter unter Druck setzen. Denn damit würde sich der ohnehin bestehende Eindruck verstärken, dass auf dem chinesischen Markt schlicht nicht mehr viel zu holen ist.

Geht es nur um Verbrenner, stehen hiesige Hersteller im Reich der Mitte noch vergleichsweise gut da. Dummerweise geht der Trend allerdings rasant in Richtung E-Autos und Hybridfahrzeuge. In dieser Klasse scheinen due europäischen Hersteller der chinesischen Konkurrenz weiterhin zu wenig entgegensetzen zu können. Vielleicht hat sich in den Köpfen chinesischer Autofahrer auch schlicht längst der Eindruck verfestigt, dass es andere besser können. BYD, Xiaomi und Konsorten punkten mit einem breiten Angebot digitaler Dienste, kurzen Entwicklungszyklen und vergleichsweise übersichtlichen Preisen.

 

Satz mit X?

 

Noch ist es deutlich zu früh, um schon ein abschließendes Urteil fällen zu wollen. Doch der negative Eindruck verstärkt sich und die Anleger treibt es in die Defensive. Die Mercedes-Benz-Aktie wertete am Dienstag um weitere 0,5 Prozent auf 44,90 Euro ab und notiert damit 27,5 Prozent tiefer als noch zu Jahresbeginn. Gegenwind verspürt der Konzern auch anderswo. Doch die anhaltenden Probleme in China machen den Börsianern ganz besonders zu schaffen.

Etwas bessere Zahlen in Europa werden die Rückgänge in Fernost schlicht nicht kompensieren können, zumal auch noch immer US-Zölle auf den Ergebnissen lasten. Um endlich wieder zurück in die Spur zu finden, wird Mercedes-Benz den Abwärtstrend in China mindestens stoppen müssen. Anzeichen dafür liefern die nun aufgetauchten Berichte aber leider nicht. Der Blick in die Zukunft bleibt daher schwer eingetrübt.

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22.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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