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Mercedes-Benz-Chef schaltet sich in die Diskussion um die Leistungsbereitschaft in Deutschland ein und erkennt Nachholbedarf

Auch bei Mercedes-Benz wird die Forderung nach mehr Einsatzbereitschaft laut

NTG24 - Mercedes-Benz-Chef schaltet sich in die Diskussion um die Leistungsbereitschaft in Deutschland ein und erkennt Nachholbedarf

 

Seit einer Weile wird in Deutschland häufiger und leidenschaftlicher darüber diskutiert, wie viel eigentlich gearbeitet werden muss. In ein Wespennest stach die CDU mit ihrem Vorhaben, der „Lifestyle-Teilzeit“ ein Ende zu bereiten. Dem gegenüber ist Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius allerdings nicht vollständig abgeneigt.

Gegenüber dem „Spiegel“ klagte Källenius kürzlich darüber, dass Deutschland sich seit zehn bis 15 Jahren wirtschaftlich in eine falsche Richtung bewege. Daran müsse sich dringend etwas ändern. Ansonsten kämen laut dem CEO von Mercedes-Benz (DE0007100000) die „Populisten von rechts, die für nichts eine Lösung haben“.

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Källenius sieht bei der Leistungsbereitschaft der Deutschen klaren Nachholbedarf und verglich die aktuelle Lage mit einer Fußball-WM. Es sei, als würde Deutschland behaupten, genug zu trainieren, obschon alle anderen doppelt so viel investierten. Auf diese Weise könne man schlicht nicht Weltmeister werden. Auf Basis dieser Argumentation fordert der Manager ein Umdenken.

Teilzeit an sich hält Källenius durchaus für eine gangbare Lösung, allerdings nur im Falle einer Notwendigkeit wie etwa im Falle von Kindererziehung oder Pflege. Ansonsten sei aber mehr Arbeit das Gebot der Stunde. Die Arbeitskosten in Deutschland gehörten zu den höchsten der Welt, was sich lange Zeit über eine gesteigerte Produktivität auffangen habe lassen. Das reiche heute jedoch nicht mehr aus.

 

Mercedes-Benz positioniert sich klar

 

Damit gibt Mercedes-Benz zur aktuellen Diskussion ein recht unmissverständliches Statement ab. Ob daraus auch Konsequenzen in der eigenen Belegschaft folgen oder sich positive Effekte im Falle politischer Maßnahmen erhofft werden, darauf ging der CEO nicht näher ein. Dementsprechend wird das Thema an der Börse auch nur beiläufig behandelt und ein Einfluss auf den Aktienkurs war nicht festzustellen. Die Mercedes-Benz-Aktie konnte sich zuletzt etwas erholen, blieb mit einem Schlusskurs von 58,31 Euro am Montag aber weit unter ihren Höchstständen aus den vergangenen Jahren.

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10.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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