Meta investiert noch deutlich mehr als bisher geplant in ein Rechenzentrum in El Paso, was die Anleger jedoch nicht eben begeistert
Die Meta-Aktie steht weiter unter Verkaufsdruck
Schon bisher wurden die immer höheren KI-Ausgaben von Meta an den Märkten ein wenig skeptisch beäugt. Es drängt sich immer mehr die Frage auf, ob und wann solche Investitionen wieder hereingeholt werden sollen. Davon lässt das Unternehmen sich allerdings nicht weiter stören und öffnet stattdessen die Geldbörse immer weiter.
Am Donnerstag teilte Meta (US30303M1027) mit, in ein KI-Rechenzentrum in El Paso zehn Milliarden US-Dollar stecken zu wollen. Das ist mal eben das Sechsfache der ursprünglich angedachten Ausgaben vor Ort. Realisiert werden soll auf diesem Wege ein Standort mit einer Kapazität von mindestens einem Gigawatt. Damit sollen dann sowohl Training als auch Betrieb von KI-Anwendungen ermöglicht werden.
Die Begeisterungen an der Börse hielt sich in engen Grenzen. Zusätzlich dazu wurde Meta von Gerichtsurteilen belastet. Insbesondere die Niederlage in einem Fall, in dem eine Klägerin dem Unternehmen sowie weiteren Social-Media-Plattformen vorwarf, sie in die Sucht getrieben zu haben, erzeugte kürzlich Schlagzeilen. Der geforderte Schadenersatz ist für Meta zwar überschaubar, doch an den Märkten fürchten einige, dass dadurch etwas Größeres in Gang gesetzt werden könnte.
Die Meta-Aktie stürzte am Donnerstag letztlich um knappe acht Prozent auf 547,54 Dollar zurück und erreichte dort wieder in etwas ihr Niveau aus dem Jahr 2024. Das Allzeit-Hoch bei knapp 800 Dollar ist in weite Ferne gerückt. Es fehlt an Erfolgsmeldungen und immer höhere KI-Ausgaben werden zunehmen mit Skepsis betrachtet.
Bei Meta müssen die Gewinne rauf
Eine Weile lang konnten Meta und andere die Anteilseigner mit bunten Versprechen rund um KI bei der Stange halten und auch die wahnwitzigsten Ausgabepläne an den Börsen rechtfertigen. Doch mittlerweile scheinen die Aktionäre immer mehr auch Ergebnisse einzufordern. Zwar hat Künstliche Intelligenz fraglos enorme Fortschritte gemacht und sie kommt heute in immer mehr Lebens- sowie Geschäftsbereichen zum Einsatz. Umsätze und Gewinne haben sich jedoch nicht im selben Tempo wie die Investitionen gesteigert.
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27.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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