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Offenbar bereitet Meta die erste Entlassungswelle für das laufende Jahr vor, während gleichzeitig eine erweiterte Partnerschaft mit Broadcom geschmiedet wird

Nicht nur Meta will per KI die Effizienz erhöhen

NTG24 - Offenbar bereitet Meta die erste Entlassungswelle für das laufende Jahr vor, während gleichzeitig eine erweiterte Partnerschaft mit Broadcom geschmiedet wird

 

Prognosen dafür, dass durch Künstliche Intelligenz in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze wegfallen werden, sind so alt wie die Technologie selbst. Bisher ist das ganz große Aussterben der Arbeitnehmer noch ausgeblieben. Doch gerade bei den Tech-Konzernen zeichnet sich ein deutlicher Trend ab. Das dürfte auch daran liegen, dass die KI-Konzerne selbst unter dem Druck stehen, ihre großen Versprechen in KI-Technologie auch einhalten zu können.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeEine neuerliche Entlassungswelle könnte wohl bei der Facbeook-Mutter Meta (US30303M1027) anstehen, wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Schon im kommenden Monat sollen demzufolge etwa 8.000 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Für die zweite Jahreshälfte scheinen noch weitere Streichungen angedacht zu sein, über deren Umfang aber wohl noch nicht entschieden wurde. Das soll wohl auch von weiteren Fortschritten bei der KI abhängen.

Insidern zufolge strebt Meta eine Zukunft mit flachen Hierarchien in der Führungsebene an, bei der weniger Mitarbeiter per KI eine höhere Effizienz erreichten sollen. Entlassen wurden in den vergangenen Jahren bereits des Öfteren Mitarbeiter im großen Stil. Unvergessen ist etwa das „Jahr der Effizienz“ welches rund 21.000 Arbeitsplätze kostete. Anders als damals blickt Meta heute aber auf hervorragende Zahlen und Wachstumssignale ohne Ende. Im letzten Jahr belief der Gewinn sich auf rund 60 Milliarden US-Dollar.

 

 

 

Meta kauft munter Chips ein

 

Während beim Personal gespart wird, fährt Meta die Investitionen für Chips immer weiter hoch. Vor wenigen Tagen erst wurde bekannt, dass eine Partnerschaft mit dem Chipdesigner Broadcom noch weiter ausgeweitet werden soll. Bos zum Jahr 2029 sollen zusätzliche Rechenkapazitäten von mehr als einem Gigawatt geliefert werden. Und selbst dabei soll es sich laut Broadcom nur um die erste Phase eines „nachhaltigen Mutli-Gigawatt-Ausbaus“ handeln.

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Meta steckt allein in diesem Jahr bis zu 135 Milliarden Dollar in seine KI-Ambitionen und setzt dafür gefühlt an jeder anderen Stelle die Schere an. Das betrifft neben den Angestellten auch das Metaverse, welches dem Unternehmen einst seinen Namen gab. Mittlerweile wurde das Projekt mehr oder minder auf Eis gelegt. Den erhofften Erfolg brachte es ohnehin nie ein.

Die angebliche Entlassungswelle wollte Meta nicht weiter kommentieren. Sie würde aber ins derzeitige Muster in der Branche passen. Auch bei Amazon wurden kürzlich Stellen gestrichen und weitere Tech-Konzerne folgen dem Trend. Die sozialen Medien werden regelrecht geflutet von Berichten darüber, wie Entwickler ihre Jobs verlieren und durch KI-Agenten ersetzt wurden. Allerdings lässt sich dabei freilich nie überprüfen, ob das Ganze auch in jedem Einzelfall den Tatsachen entspricht.

 

Schöne neue KI-Welt

 

Dass Meta mit geplanten Stellenstreichungen nicht gerade hausieren geht, dürften nachvollziehbar sein. Schließlich ist ein solches Vorgehen in der breiten Öffentlichkeit eher weniger beliebt, noch dazu in Zeiten, in denen Rekordgewinne geschrieben werden können. An der Börse wird es hingegen begrüßt, dass Meta die Kosten wenigstens etwas im Griff zu halten gedenkt. Gleichzeitig wäre ein Stellenabbau ohne Effizienzverlust auch ein Beleg dafür, dass die KI-Technologie die erhoffte Wirkung erzielen kann.

Dementsprechend schadeten die Berichte der Aktie von Meta nicht weiter. Am Freitag ging es um 1,7 Prozent bis auf 688,55 Dollar aufwärts und das Allzeit-Hoch bei 796,25 Dollar ist zumindest wieder etwas näher gerückt. Die größte Sorge der Börsianer bleibt, dass Meta sich mit seinen Ausgaben für KI-Hardware dezent verheben könnte. Derartige Bedenken scheinen zuletzt aber schon wieder etwas in den Hintergrund gerückt zu sein, nachdem die Branche wieder das eine oder andere Wachstumssignal präsentieren konnte. Was die KI-Zukunft bringen mag und ob Meta dabei auf der Siegerseite stehen wird, steht aber noch immer in den Sternen.

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20.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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